Wer ist der Schönste im Land?

Am Samstag vor Ostern waren nicht Osterhasen, sondern Hunde die Stars in der Rietzelghalle in Neukirch-Egnach. 71 Tiere waren mit ihren Haltern zur ersten Tibet Dog Show Bodensee angereist.

Trudi Krieg
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Die Jurorin begutachtet den Hund auf einem Frisiertisch. (Bilder: Reto Martin)

Die Jurorin begutachtet den Hund auf einem Frisiertisch. (Bilder: Reto Martin)

NEUKIRCH-EGNACH. Kleine Tibet- Spaniel, stolze Shih Tzu, treuherzig dreinblickende Tibet-Terrier und sogar eine Do Khyi, auch Tibet-Dogge genannt, trafen am Samstagmorgen nach und nach in der Rietzelghalle in Neukirch-Egnach ein. Denn es fand die erste Tibet Dog Show Bodensee statt. Die Vierbeiner beschnupperten sich gegenseitig, während die Hundehalter sich einrichteten. Transportkisten wurden zu Frisiertischen umfunktioniert, Campingtische und -stühle zum Erholen bereitgestellt. Dann wurde frisiert, geföhnt und gekämmt, der Mittelscheitel gerade gezogen und die Stirnhaare aufgebüschelt oder gar mit farbigen Mäschchen verziert. Schliesslich ging es darum, den schönsten Hund, genauer den schönsten Tibet-Terrier zu küren.

Deutsch und Welsch trifft sich

Christian Feuz, Präsident des Tibet Terrier Clubs Schweiz und Organisator der ersten nationalen Hundeausstellung für tibetische Rassen, begrüsste die Tierhalter und Züchter. Die weiteste Anreise hatte ein Tibet-Spaniel aus dem über 650 Kilometer entfernten Le Pui in Frankreich. Man hörte da und dort Leute französisch sprechen. Das Autofahren mache den Tieren nichts aus, versicherten einige Hundehalter. Die einzige Do-Khyi-Hündin fahre sogar fürs Leben gerne Zug, verriet ihre Herrin. Sie lebt auf einem Bauernhof im Freiburgischen.

Auch aus Bayern und Norddeutschland waren Ausstellungsteilnehmer da. Man logierte in der «Seelust» oder im Wohnwagen und wollte gerne noch ein, zwei Tage länger am Bodensee bleiben.

14 Monate alter Hund gewinnt

Im Ring, also auf dem Hundelaufsteg, präsentierte, sich, wer Rang, Namen und Stammbaum hatte unter den Vierbeinern. Die Richterin Erika Homonnai waltete ihres Amtes. Es galt Schönheit und Wesensart, Rassenstandard und Verhalten der Tiere zu beurteilen. Vorerst war die Einzelbewertung, dann die Bewertung aus den Erstplazierten aller Kategorien dran. Jugend und Veteranen der Vierbeiner wurden bewertet.

Als bester Hund des Tages wurde schliesslich die erst 14 Monate alte Mo Shu Pamo gekürt – zur Freude ihres Halters Siegfried Birwe aus Bayern.

Auf einem Teppich präsentieren sich die Hunde in ihrer vollen Pracht. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

Auf einem Teppich präsentieren sich die Hunde in ihrer vollen Pracht. (Bild: Reto Martin (Reto Martin))

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