Wenn Köche sich gehörig auf die Nase geben

Bei der Kreuzlinger Gastro-Fightnight traten keine Profiboxer, sondern Barmaids und Köche gegeneinander an. Das sorgte für Emotionen – auch neben dem Ring.

Desiree Müller
Drucken
Teilen

Kreuzlingen. Als die ersten beiden Kämpfer über die Tribüne schreiten und andächtig den Ring betreten, steigt die Spannung im Kreuzlinger Dreispitzsaal. Der Gong fällt, und der Fight beginnt. «Es sieht eher aus wie eine Prügelei, bei der ausnahmsweise nicht die Polizei ausrücken muss», schmunzeln die professionellen Ringrichter und erklären zugleich, dass eine Bewertung der Box-Debütanten sehr schwierig sei.

Gastro-Fightnight

Immerhin sind die Teilnehmenden laut Veranstalter in den letzten Wochen mit einem Boxtrainer seriös auf ihren Kampf vorbereitet worden. Die Gasto-Fightnight soll als freundschaftliches Kräftemessen und als gesellschaftlicher Anlass in Erinnerung bleiben, erklärt Organisator Thomas Aebischer. Von einer Plauschrunde unter Kollegen kann aber auch bei den nächsten Kämpfen nicht die Rede sein. Das Team des «Zapfenziehers», die Kämpfer von «T.

O.M», die starken Jungs des «Pizza Kurier Tornado» und die Fighter des «Paris-Chic» zeigen keine Gnade. Aufgegeben wird nur, wenn die blutende Lippe oder die schmerzende Nase eine Fortführung nicht mehr zulassen. Auch neben dem Boxring wüten die Emotionen. Der leidenschaftliche Einsatz der «Fans» führt fast zu einem Kampf ausserhalb des Rings.

Showdown der Barmaids

Spätestens als die «Zapfenzieher»-Barmaid Angie «The iron Angel» mit süssen Engelsflügeln auf dem Rücken, einem Augenzwinkern hier und einem Küsschen da in den Ring tritt, lassen auch die Gäste in der VIP Lounge die feinen Häppchen für kurze Zeit liegen und recken die Köpfe. Zur Überraschung des Abends liefern sich die unschuldig aussehende Angie und Terry «The Furios» vom Team «Paris Chic» einen harten, aber fairen Kampf. Nachdem die zwölf Boxer ihre Runden überstanden haben, wird es härter im Ring.

Etwas zu hart für viele Gäste, welche sich während dem Wrestling Fight lieber draussen die Beine vertreten. Drinnen wird geschrien und an den Haaren gezogen.

Aktuelle Nachrichten