Wenn jede Minute zählt

Das Personal im Gemeindehaus lernte, wie ein Defibrillator zu bedienen ist. Carmen Martinelli von der Marketingstelle profitierte dabei von ihrer ursprünglichen Ausbildung.

Drucken
Teilen
So geht's: Carmen Martinelli (l.) erklärt die Anwendung des Defibrillators. (Bild: pd)

So geht's: Carmen Martinelli (l.) erklärt die Anwendung des Defibrillators. (Bild: pd)

Ein Mitarbeiter oder ein Kunde bricht bewusstlos zusammen und atmet nicht mehr. Diagnose: Herzstillstand. Jetzt bewahren nur noch Stromstösse des Defibrillators das Opfer vor dem Tod.

Eigenes Gerät im Gemeindehaus

Das Gemeindepersonal hatte sich bereits zu einem früheren Zeitpunkt in Sachen Handhabung eines Defibrillators schulen lassen. Im Gemeindehaus an der Bahnhofstrasse 19 wurde nun ein Defibrillator angeschafft, welcher für Notfälle zur Verfügung steht. Bisher wurde das Gerät des Seebades ausserhalb der Saison im Gemeindehaus eingesetzt.

Schock verabreichen

Damit das Personal das Gerät auch richtig einsetzen kann, wurden die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter durch die diplomierte Pflegefachfrau Carmen Martinelli, welche heute die Marketingstelle der Gemeinde leitet, nochmals geschult, und ihr Wissen wurde aufgefrischt. Beim plötzlichen Herzstillstand kann der Herzmuskel nicht mehr effektiv arbeiten.

Aufgrund des mangelnden Blutflusses verliert der Patient das Bewusstsein, die Atmung setzt aus und der Patient stirbt, wenn er nicht umgehend behandelt wird. Die Herz-Lungen-Wiederbelebung ist wichtig, kann alleine den Herzrhythmus jedoch nicht normalisieren. Die Verabreichung eines Schocks mit einem Defibrillator ist der wirksamste Weg, um die normale Herztätigkeit wiederherzustellen.

Die besten Überlebenschancen bestehen, wenn der Schock mit einem Defibrillator innerhalb von fünf Minuten nach dem Zusammenbruch verabreicht wird. (gkr)

Aktuelle Nachrichten