Wenn der Jazz die Stadt bewegt

KREUZLINGEN. Trotz veränderlichen Wetters war die vierte Jazzmeile ein grosser Erfolg. An allen vier Tagen genossen viele Besucher die Musik der verschiedenen Bands – vom Blues bis zur Folklore.

Daniela Ebinger
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Showauftritt der Bounz-Tanzgruppe im Tanzbödeli. (Bild: Daniela Ebinger)

Showauftritt der Bounz-Tanzgruppe im Tanzbödeli. (Bild: Daniela Ebinger)

In Kreuzlingen machte sich am Wochenende ein Hauch von New Orleans breit. Die vierte Jazzmeile bot eine grosse Auswahl an Musikstilrichtungen wie zum Beispiel Dixie, Blues, Funk, Swing bis hin zu Swiss Folklore. Der Auftakt des Viertageanlasses fand noch bei sommerlichen Temperaturen mit der Kurt Lauer Saxo Group beim Gottlieber Seecafé statt.

Sinatra vom Oberland

Der verregnete Freitag gehörte dann den Gastgewerbebetrieben. So spielte im «Blauen Haus» The Oberländers with Peter. Mit rauher Stimme wurden Songs von Frank Sinatra bis zur Gänsehaut imitiert. «Something Stupid» sowie auch «What A Wonderful World» waren nur einige von vielen. «Die Stimmung ist sensationell», sagt beispielsweise Gast Max Kübler. Auch im Studentenkeller kam die Musik gut an. «Schon der Raum ist einzigartig und dann noch die gute Musik», schwärmt ein Kreuzlinger Ehepaar.

Bislang hätten ihnen die in der Fax-Bar spielenden Wyfelder Luusbuebe am besten gefallen. Diese seien sehr originell und im Mittelthurgau ein absoluter Renner. «Wir geniessen den vielfältigen Musikmix», und weiter ging das Paar in den Narrenkeller. Dort spielte die Dixieband Blue Birds of Paradise. «Das Publikum ist sensationell und so macht es richtig Spass», sagt von der Band der Bass- und Flötenspieler Hansjörg Schaltenbrand. Spontan wurde zum Tanzen Platz geschaffen.

«Ich fühle mich wie in eine andere Zeit zurückversetzt», so Gaby Imhof aus Bottighofen. Sie gehört zur Showgruppe der Tanzschule Bounz in Kreuzlingen. Diese begeisterte zuvor im Tanzbödeli das Publikum mit ihren swingigen Künsten.

Die Streetband New Orleans Hot Shots pulsierte am Samstag auf der gesamten Jazzmeile. Sie überbrückte bei den drei gutbesuchten Bühnen jeweils den Formationenwechsel der Bands.

Peter Bötschi aus Mauren spielt Klarinette und nutzte die Gelegenheit, an der Jam Session spontan mitzuwirken. «Das ist ein sagenhafter Anlass und es macht richtig Spass», sagt er und bläst mit voller Begeisterung in sein Instrument.

Sonnenschein zum Ausklingen

Den Organisatoren sass die Ungewissheit des unbeständigen Wetters richtig im Nacken.

«Unsere Schlechtwettervarianten haben sich aber gut bewährt und wir sind mehr als zufrieden», so Mitorganisator Kurt Lauer. Anton Hotz fand den gesamte Anlass sehr gut organisiert und das Programm äusserst gelungen. Der Lengwiler genoss von Freitag bis Sonntag die Vielfältigkeit der Musik. «Ich freue mich jetzt schon auf nächstes Jahr und bin auf das Programm sehr gespannt.» Der Sonntag konnte am See mit nochmals verschiedenen Bands und Sonnenschein abgerundet werden.