Wenn der Blitz in den Kirchturm schlägt

Die Nachbarn der evangelischen Kirche in Amriswil hörten kürzlich einen lauten Knall. Der Blitz hatte in den Kirchturm eingeschlagen.

Bianca Binder
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Als vor einigen Tagen in Amriswil plötzlich die Kirchenuhr nicht mehr funktionierte und der Geläutmechanismus der Kirchenglocken streikte, staunten die Anwohner nicht schlecht. «Bei einem Gewitter hat der Blitz in den Kirchturm eingeschlagen. Das gab einen rechten Knall», so Hanspeter Klarer, Mitglied der Kirchenvorsteherschaft und Verantwortlicher für die Liegenschaften der Kirche.

Nicht das erste Mal

Es sei nicht das erste Mal gewesen, dass der Blitz in den Amriswiler Kirchturm eingeschlagen hat: «Allerdings ist das schon seit Jahren nicht mehr passiert.» So ein Kirchturm ist ein exponiertes Objekt. Für alle Gebäude dieser Höhe ist eine Blitzschutzanlage daher Pflicht. «Diese verhindert zwar nicht, dass der Blitz einschlägt, er wird jedoch durch die Kupferdrähte direkt ins Erdreich geleitet», erklärt Klarer. Bei einem Blitzeinschlag komme es immer wieder zu einer Überspannung elektrischer Apparaturen.

So auch in Amriswil. Ein Sicherungstableau war teilweise zerstört und die Glocken und die Kirchturmuhr funktionierten nicht mehr. Schäden am Gebäude gab es ansonsten keine.

Keine Gefahr für Menschen

Die genaue Schadensumme ist noch nicht bekannt. «Wir rechnen aber mit 3000 bis 5000 Franken», sagt Klarer. Wäre es gefährlich gewesen, wenn zum Zeitpunkt des Blitzschlags Menschen in der Kirche gewesen wären? «Nein.

Der Blitzableiter sollte verhindern, dass das Gebäude zu brennen anfängt oder unter Strom steht, da besteht keine Gefahr», so Klarer.