Wenn das Licht angeht

Egnach trägt das Energiestadt-Label. Sie hat sich damit zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz und die Anwendung erneuerbarer Energien zu fördern. Immer wieder gibt die Gemeinde im Lokalanzeiger Tips zum Energiesparen. So beispielsweise am letzten Donnerstag.

Merken
Drucken
Teilen

Egnach trägt das Energiestadt-Label. Sie hat sich damit zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz und die Anwendung erneuerbarer Energien zu fördern. Immer wieder gibt die Gemeinde im Lokalanzeiger Tips zum Energiesparen. So beispielsweise am letzten Donnerstag. Sie appellierte an die Bewohner, einen Autokauf gut zu überdenken. Gibt es doch viele günstige oder gar kostenlose Alternativen. In diesem Sinne ist auch die Teilnahme der Gemeinde am Projekt Bike-to-Woche. Im Duell mit Roggwil sollen die Egnacher möglichst oft mit dem Zweirad unterwegs sein und Kilometer sammeln. Energiesparen wird also gross geschrieben. Erstaunlich ist daher, dass am selben Tag die Strassenlaternen in Egnach während mehreren Stunden leuchteten. Von einer Energiestadt erwartet man anderes. In Romanshorn beispielsweise gehen die Lichter seit knapp einem Jahr jeden Tag eine halbe Stunde früher aus und eine halbe Stunde später an – so wird der Energieverbrauch um acht Prozent gesenkt.

Auf der Gemeindeverwaltung in Egnach ist aber ein plausibler Grund für die beleuchteten Strassen am helllichten Tag zu erfahren: eine neue Steuerung sei eingesetzt und zwei Lampen ersetzt worden. Das Anzünden der Laternen diente lediglich einer Funktionskontrolle. Damit verhinderten die Werkhofmitarbeiter, dass die Gemeinde bei Einbruch der Nacht auf einmal im Dunkeln steht.

Michèle Vaterlaus