Weniger Vandalismus dank Videokameras

Zwei Themen beherrschten die Vorversammlung in Altnau: Die gute finanzielle Situation trotz hoher Investitionen und die erfolgreich eingeführte Videoüberwachung.

Marion Theler
Merken
Drucken
Teilen

ALTNAU. Das am 24. November zur Genehmigung vorgelegte Budget 2012 enthält keine Überraschungen: Ganz wie im Finanzplan vorgesehen soll es bei einem gleichbleibenden Steuerfuss von 61 Prozent und einem Aufwand von rund 5,8 Millionen Franken nur ein kleines Defizit von 60 000 Franken geben. Die Investitionen werden insbesondere mit der Erweiterung des Gemeindehauses auch 2012 nochmals überdurchschnittlich sein.

Beat Pretali geht davon aus, dass Altnau ab circa 2015 Schulden abbauen kann. Er sprach noch zwei Unwägbarkeiten an: Einerseits sei damit zu rechnen, dass sich die schwierigere wirtschaftliche Lage verzögert auf die Gemeindefinanzen auswirken könnte. Zudem werde man den Druck der Kantonsfinanzen spüren. Sei bis anhin der Kanton grosszügig gewesen bei der Beteiligung an Projekten auf Gemeindeebene, werde künftig «ein anderer Wind herrschen», da der Kanton sparen müsse.

Videoüberwachung am Hafen

Gemeinderat Mark Hug verkündete den grossen Erfolg der Videoüberwachungsanlage am Hafen: «Es funktioniert.» Seit der Installation habe der Vandalismus markant abgenommen. Die scharfen Bilder hätten zweimal zur Identifizierung von Tätern geführt. Hug hofft, dass dadurch Zerstörungsaktionen «fast auf null» sinken könnten. Die Daten würden aus Datenschutzgründen nur gesichtet, wenn etwas kaputt sei, und nur vom Hafenmeister und dem Gemeindeammann.

Umfassende Reorganisation

Gemeinderat Hans Eberhard erklärte die Reorganisation der Mütter- und Väterberatung und der Eltern- und Familienberatung im Kanton: Die sieben beziehungsweise fünf Vereinigungen würden neu im Gemeindezweckverband Gesundheit Thurgau zusammengefasst. Dort werde auch die Gesundheitsförderung und die Suchtberatung angesiedelt. Ziel sei es, allen Einwohnern die gleichen Leistungen anzubieten. Eberhard stellte klar, dass diese Reorganisation von den Beratungsstellen selber initiiert worden sei. Der Gemeinderat unterstütze sie, beurteile den Zeitplan – Umsetzung im ersten Halbjahr 2012 – aber als sehr ehrgeizig.

Die Primarschule spart

Schulpräsident Harry Lüthy und Schulpfleger Andreas Meyer erläuterten, wie die Primarschule die Kosten gesenkt hat und noch mehr senken will. Sie wies bereits letzten Frühling daraufhin, dass Altnau über den durchschnittlichen Normkosten des Kantons lie- ge. Bei den Materialkosten wurde einiges gespart. Auch die Schule installierte aufgrund von Vandalismus mit Erfolg eine Videokamera. Täter wurden identifiziert und es gab keine neuen Vorfälle.