Weniger Deko an der Fasnacht

Mit neuem Konzept läutete die Guggenmusik Löli-Tuuter die Fasnacht ein. Die 350 Gäste vermissten an der Party den traditionellen Maskenball nicht.

Desirée Müller
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Fasnachtsfeeling trotz weniger Masken. (Bild: Desirée Müller)

Fasnachtsfeeling trotz weniger Masken. (Bild: Desirée Müller)

bottighofen. Die Guggenmusik Löli-Tuuter probierte sich mit der «Eggenab» als Partyveranstalter und liess den traditionellen Maskenball hinter sich. Im Foyer des Bottighofer Dorfzentrums wimmelte es zwar von Piraten, Rittern und Clowns in gestreiften Sträflingsanzügen. Doch für Kenner des früheren Löli-Balls war der nüchtern dekorierte Saal im Innern des Dorfzentrums etwas gewöhnungsbedürftig. «Weniger ist mehr», meint Löli-Tuuter Chrissy dazu.

Der Aufwand sei in den letzten Jahren zu gross geworden und die Nachfrage nach einer aufwendigen Dekoration sei nicht vorhanden, erklärt Präsident Oliver Fontanive.

Dieser Meinung waren auch die meisten Partygänger. Nur wenigen Gästen fehlte das Fasnachts-Feeling. Wie man schnell bemerkte, war auch das Durchschnittsalter wesentlich tiefer als in anderen Jahren.

Ritter in Rüstung

Erstaunlich sei, dass trotzdem viele Leute verkleidet gekommen seien, meint der «Oberlöli» Fontanive. «Wenn man an die Fasnacht geht, dann im Kostüm», ist für einen angeheiterten Ritter in glänzender Rüstung klar. «Löli-Tuuter und Fasnacht gehören halt immer noch zusammen», freut sich Fontanive.

Nur noch zwei Bottighofer

Im Obergeschoss erwartete die Besucher die «Älplerchilbi» mit feinem Kafi Luz.

«Hier ist es viel persönlicher und gemütlicher als im Getümmel», meint Fabian und lehnt sich mit Jeans und schwarzem Hemd entspannt zurück. Das neue Konzept ging auf und jeder kam zum Zug. Die Löli-Tuuter haben sich für die kommenden Auftritte bewusst viele Veranstaltungen in der Nähe ausgesucht. «Es sind nur noch zwei Bottighofer im Verein, und wir möchten wieder Leute aus der Region gewinnen», erläutert Fontanive.

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