Wenig Zwischenfälle an der Wega – und keiner weiss warum

WEINFELDEN. So gut wie keine Tätlichkeiten, keine einzige Anzeige wegen Körperverletzung, keine aggressive Stimmung wie in den Vorjahren: Das ist die Bilanz der Kantonspolizei Thurgau vom Wega-Wochenende.

Esther Simon
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Immer auf Draht: Messeleiter Gregor Wegmüller. (Bild: Andrea Stalder)

Immer auf Draht: Messeleiter Gregor Wegmüller. (Bild: Andrea Stalder)

WEINFELDEN. So gut wie keine Tätlichkeiten, keine einzige Anzeige wegen Körperverletzung, keine aggressive Stimmung wie in den Vorjahren: Das ist die Bilanz der Kantonspolizei Thurgau vom Wega-Wochenende. Allerdings sei eine Handvoll Grasraucher auf frischer Tat ertappt worden, und wegen Sachbeschädigungen und Diebstählen seien vier Meldungen eingegangen, sagte der Mediensprecher der Kantonspolizei, Andy Theler, am Sonntagnachmittag auf Anfrage. Es habe auch wenige Feststellungen wegen öffentlichen Urinierens gegeben. Im Vergleich: Im Vorjahr gab es 60 Anzeigen.

Ruhig und geordnet

«Aus Sicht der Kantonspolizei Thurgau ist das Wega-Wochenende sehr ruhig und geordnet verlaufen», kann Theler feststellen. Warum ist das so? Das sei schwierig zu sagen, meint Theler. Eine Rolle habe sicher gespielt, dass die Kantonspolizei starke Präsenz gezeigt habe, vor allem auch in den Nächten. Und sicher hätten auch die Besucher und die Organisatoren zu einem geordneten Ablauf der Messe beigetragen. Theler: «Sie haben ihre Sache sicher gut gemacht.»

Gregor Wegmüller, Messeleiter und Geschäftsführer, zog gestern Sonntagnachmittag ebenfalls eine positive Bilanz: «Gemäss Kantonspolizei gab es am Wochenende so wenig Zwischenfälle wie in den letzten zehn Jahren nicht.» Die 64. Wega, die nun schon seit Donnerstag läuft, unterscheide sich bisher deutlich von den vorangegangenen Messen. Die Stimmung sei friedlicher. Weshalb das so ist, kann auch Wegmüller nicht sagen. Der Messeleiter betont allerdings, dass die Messe noch nicht zu Ende sei. Eine abschliessende Bilanz könne man erst am Montagabend ziehen. Sicher sei jetzt schon, dass die Aussteller sowohl an den Aussenständen als auch in den Hallen mit dem bisherigen Verlauf sehr zufrieden seien. «Das Wetter am Wochenende kam halt beiden entgegen.»

Sträucher ausgerissen

Eine Sachbeschädigung passierte in der Nacht zum Sonntag an der Bahnhofstrasse 22. «Als ich um 6 Uhr die Sonntagszeitungen aus dem Briefkasten holen wollte, sah ich, dass auf dem Gehweg vor dem Haus Pflastersteine fehlten und Sträucher aus den Rabatten herausgerissen worden waren», sagt ein Bewohner. «Die Polizei ist dann gekommen und hat sich das Werk der Nachtbuben angeschaut, der Hauswart hat aufgeräumt. Die Steine lagen im Giessen. Wir sind ja der Wega gegenüber sehr tolerant, aber Steine herausreissen, das geht gar nicht, das ist zu gefährlich.»