Vielen Dank für Ihre Registrierung. Sie haben den Aktivierungslink für Ihr Benutzerkonto per E-Mail erhalten.

Vielen Dank für Ihre Anmeldung.

Vielen Dank für Ihre Bestellung. Wir wünschen Ihnen viel Spass beim Lesen.

Wenig bekannte Werke vorgestellt

Am Freitagabend schloss Natasa Zizakov in der evangelischen Kirche Amriswil mit Werken von Camille Saint-Saëns und einer Toccata von Charles-Marie Widor den 35. Orgelmusik-Zyklus ab.
Heinrich Schlegel

Letzten Freitag waren um 19 Uhr nochmals rund 60 Zuhörerinnen und Zuhörer in die evangelische Kirche gekommen, um das letzte Orgelkonzert im diesjährigen Zyklus zu hören. Natasa Zizakov spielte mit einer Ausnahme lauter Werke von Saint-Saëns.

In ihrer Werkauswahl zeigte sie Camille Saint-Saëns als einen Meister der feinen, zarten Töne. Meist wurde ein einfaches, langsames Motiv umspielt von fein bewegten, aufgelösten Akkorden.

Die Werke faszinierten durch ihre vordergründige Schlichtheit und die raffinierte Registrierung, die den schönen Melodien oft romantischen und zauberhaften Charakter verlieh und sie in fremdartige, unbekannte Sphären entrückte. Die wenigen volltönenden Phasen dazwischen wirkten aufrüttelnd und entspannend.

Lieblich bis wuchtig

Die Improvisation Nr. 2 aus op. 150 endete mit einem solchen markanten, kräftigen Schlussteil. Nr. 4 bezauberte durch liebliche Klänge und beschwingte Triolen, Nr.

7 liess wuchtig und kraftvoll die Klangfülle der Orgel wirken. Die Berceuse op. 105 war ein sehr zartes und melodiöses Wiegenlied. Das Adagio aus op. 78 bestach durch eine Art «Wechselgesang» zwischen einer kräftigen Melodie im Bass und Akkorden in mittlerer Tonlage. Am Ende jubilierte die Melodie in höherer Lage zu Bass-Akkorden. Die Phantasie op. 101 gefiel durch ihre Dynamik und Vielschichtigkeit.

Virtuoses Glanzstück

Charles-Marie Widor, ein Zeitgenosse von Saint-Saëns, zeigte in seiner Toccata in F-Dur, was die technischen Innovationen des Orgelbauers Aristide Cavaillé-Colls um 1900 ermöglichten. So unter anderem fliessende dynamische Übergänge. Ein schnelles «Perpetuum mobile» von aufgelösten Akkorden umspielte die kräftige Bassmelodie. Erstaunlich dabei war, dass die Orgelpfeifen auf die sehr schnellen Sechzehntel überhaupt ansprachen. Es war ein begeisterndes, virtuoses Glanzstück.

Zum Dank für den langen und kräftigen Applaus spielte Natasa Zizakov als Zugabe noch ein Stück aus dem «Carnaval des animaux».

Merkliste

Hier speichern Sie interessante Artikel, um sie später zu lesen.

  • Legen Sie Ihr persönliches Archiv an.
  • Finden Sie gespeicherte Artikel schnell und einfach.
  • Lesen Sie Ihre Artikel auf allen Geräten.