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Weltbekannte Egerländer lassen ihre Fans erbeben

Das erfolgreichste Blasorchester der Welt – die Egerländer Musikanten – spielte sich im «Thurgauerhof» in den hintersten Winkel der Seele des unersättlich begeisterten Publikums. Beschwingt, verträumt und grossartig.
Margrith Pfister-Kübler
Ernst Hutter und seine Egerländer spielen im Thurgauerhof. (Bild: Donato Caspari)

Ernst Hutter und seine Egerländer spielen im Thurgauerhof. (Bild: Donato Caspari)

Es herrscht Ausnahmestimmung am Samstagabend im «Thurgauerhof». Kein Platz bleibt frei. «Wir sind vollzählig da», ruft Hubert Kamer aus Kreuzlingen, an seiner Seite Tochter Karin Fritsche-Kramer, die Dirigenten der SeeDur-Musikanten. «Die Furtbächler dürfen auf den heiligen Stühlen der Egerländer sitzen und auch vor deren Notenständer und nichts dürfen sie verstellen», weiss Kramer. Und wenn es wirklich nur der Geist der Egerländer war, der da alle anwehte, dann hat dieser Geist einen imposanten Atem. Man kam schnell dahinter: Die Egerländer sind nicht nur in der Carnegie Hall in New York ein Begriff, sondern auch in der Ostschweiz. Ist ja auch näher, witzelt ein Teenager.

Ungewohnt ist auch der Beginn der Blasmusik-Gala: 18.30 Uhr. Die Furtbächler legen zum Empfang der Weltberühmten einen musikalischen Teppich aus. Erklärungen werden herangezogen, wie es möglich wurde, die Egerländer nach Weinfelden zu holen. Einer hatte einen Traum. Dieser Mann heisst Samuel Stähli, spielt Flügelhorn und Trompete, wohnt in Wigoltingen, und er bringt auch alles zustande, wo andere das Wagnis nicht wagen. Langanhaltender Applaus ertönt für Samuel Stähli. Werner Lörtscher, Conferencier der Furtbächler, lotst durchs Programm. «Kuschelpolka», «Kannst Du Knödel kochen»-Polka bis zur Zugabe-Polka «Blaue Augen» lassen den Puls pochen. Das Publikum jubelt.

Mit «Grüss Gott Ihr Freunde» wird auf die Egerländer-Highlights des Abends übergeleitet: Das Publikum ist durch die Furtbächler «vorgeglüht». 60 Jahre «Egerländer Musikanten – Das Original» sei für ihn – Ernst Hutter, Nachfolger von Ernst Mosch und Tenorhornist – Verpflichtung und Ansporn zugleich, betont er.

Ehre bezeugt wird dem verstorbenen Ernst Mosch, der nicht nur der «König der Blasmusik», sondern auch der Gründer der Egerländer war. Edi Graf stellt sich als Blasmusik-Dazwischenschwätzer für die Egerländer vor, er tut dies mit temperamentvoller Redlichkeit und sorgt neben Faktenvermittlung mit feinfädigen Witzen für Lachsalven. Die Stars sind Ernst Hutter und sein virtuoses Orchester sowie die Sängerin Katharina Praher und Nick Lorris, die mit wohligen Stimmen zusammen mit den Blasmusiktönen in den hintersten Winkel der Seele finden. Die Auftritte sind wohldurchdacht. Die Stücke «Wachtelpolka», «Juliawalzer», «Mädel ruck her zu mir», «Lieblings-Polka» bis zum Ohrwurm «Hörst du das Rauschen der Wälder?» wärmen die Herzen. Solist Ernst Hutter lässt seine Virtuosität genau dort aufblinken, wo er mit warmer Atemluft Emotionen zu erzeugen vermag. Das Publikum kommt immer mehr in Stimmung. Die Polka «Auf die Vogelwiese», wo alle mitsingen dürfen, leitet über zur Pause.

Publikum begeistert: «Das ist hohe Schule»

Besucher jagen sich gegenseitig mit Kommentaren: Eugen Weibel, Leiter des Wiler Musiktheaters: «Da spürt man die Leidenschaft, das Können, die haben die Musik im Blut.» Tenorhornist Kurt Göldi von der Buuremusig Engelburg sagt: «Wunderbar zum Zuelose, und dann merkt man, dass man noch viel dazulernen muss.» Frauenfelds Gemeinderat Robert Zahnd haucht: «Das ist hohe Schule.»

Auch der zweite Konzertblock bewegt durch wuchtige Klangfärbungen. Märsche, Polkas und Walzer stimulieren, der Applaus lässt den Saal erbeben. Nach fast vier Stunden und vier Zugaben verabschieden sich die Egerländer mit: «Wir waren nicht das letzte Mal in Weinfelden.»

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