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«Wellen wollen wallen»

ARBON. Das Kunstereignis H2Art vereinigt Poesie und Klang mit dem Bodensee. Am Wochenende feierten Kunst- und Kulturinteressierte die Eröffnung des Events.
Markus Löliger
Spiel auf Steininstrumenten und schwebende Tänzerinnen in Kugeln. (Bild: Markus Löliger)

Spiel auf Steininstrumenten und schwebende Tänzerinnen in Kugeln. (Bild: Markus Löliger)

Der Initiant und Organisator hinter der H2Art, der Arboner Künstler, Instrumentenbauer und Musiker Stefan Philippi, hat mit fast drei Meter grossen Buchstaben den Stabreim «Wellen wollen wallen» auf die Seeoberfläche geschrieben. Seine Kunstinstallation verbindet die drei Elemente der diesjährigen H2Art – Poesie, Klang und Wasser – am deutlichsten. Sein Werk klingt auch mit Hilfe des Sees, des Windes und besonderer Konstruktionsdetails.

Zeichen gesetzt

Die H2Art setze grossartige Zeichen, sagte Stadtammann Martin Klöti in seiner Vernissage-Rede: «Die zwölf sorgfältig plazierten Werke bespielen für die kommenden Wochen die Bucht und machen sie zur Bühne.» Es sind erlebbare, überraschende und kunstvolle Installationen und Aktionen entstanden, die Beachtung verdienen, von Besucherinnen und Besuchern ebenso wie von zufällig vorbeikommenden Passantinnen und Passanten. Die Kunstwerke wollen berühren, zum Nachdenken anregen und Diskussionen entfachen. Während der Aufbauwochen in den vergangenen Tagen wie auch an der Vernissage ist das gelungen.

Stilles Feuerwerk

Klangsteine, poetischer Tanz und ein stilles Feuerwerk begleiteten am Freitagabend die Vernissagegäste künstlerisch. Beat Weyeneth spielte auf seinen Stein-Instrumenten, während sich auf dem Wasser Tänzerinnen in überdimensionierten Wassertropfen bewegten, die langsam über das Wasser glitten. Den Abschluss bildete das Feuerwerk: Dutzende über der Bucht funkelnde Lichter bewegten sich wie an unsichtbaren Fäden aufgereiht über das Firmament der Arboner Bucht – völlig lautlos. Ein Erlebnis, das die Anwesenden berührte.

Baumklavier und Eremit

Bis zum 11. September sind in der Bucht von Arbon Klanginstallationen zu sehen und zu hören wie beispielsweise das Pianino von Rio Mäuerle, das zwar am Ufer steht, aber vom Kastanienbaum herunterklingt, oder eine Klanginstallation der Toggenburger Andreas Kleindienst, Doris Roduner und Hanspeter Breitler. Mit den Mitteln der Fotografie und Video arbeiten Liliane Eberle, Nicole Foraboschi sowie Ellen Mathys und Frosan Akbarzada. Maria Kühnen hat einen schwimmenden Kubus auf den See gestellt, der einem «Eremiten» Raum gibt zum Rückzug. Ebenfalls auf dem Wasser schwimmt das Kindheitserinnerungen weckende Schiff von Monika Hollenstein. Maruen und JAZ haben eine Installation mit Wasser geschaffen, die Gruppe Wohnzimmer hat ein hydraulisches Wasserballett im See aufgebaut. Schliesslich sitzt die Skulptur «Vogelmensch» von Werner Neuhaus wirkungsvoll auf der Treppe zur Seebühne.

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