Weitere Sporthalle für Amriswil?

AMRISWIL. Nicht nur Volley Amriswil braucht mehr Platz. Von einer zusätzlichen Sporthalle ist nun die Rede. Und zwar im Zuge der geplanten Sanierung der Sporthalle Tellenfeld. Die Stadt will einen Projektwettbewerb durchführen.

Rita Kohn
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Die Sporthalle Tellenfeld ist sanierungsbedürftig. Zudem prüft die Stadt den Bau einer weiteren Halle auf dem Sportplatz-Areal. (Bild: Reto Martin)

Die Sporthalle Tellenfeld ist sanierungsbedürftig. Zudem prüft die Stadt den Bau einer weiteren Halle auf dem Sportplatz-Areal. (Bild: Reto Martin)

Amriswil. In die Sporthallen-Frage in Amriswil kommt Bewegung. Bis im Sommer will die Stadt die Vorlage für einen Projektierungskredit ausarbeiten. Laut dem zuständigen Stadtrat Stefan Koster hat eine Abklärung ergeben, dass die bestehende Sporthalle Tellenfeld dringend saniert werden muss. «Der Boden ist schon seit geraumer Zeit immer wieder defekt, die sanitären Anlagen müssen dringend modernisiert werden und die Isolation genügt den Anforderungen nicht mehr», zählt Koster die Defizite der Halle auf.

Für die Hallensanierung muss mit Investitionen von rund zwei Millionen Franken gerechnet werden. Ebenso viel müsste investiert werden, wenn die verschiedenen Anliegen nach mehr Fläche und weiteren Räumlichkeiten erfüllt würden.

Weitere Halle bauen

In der Sportplatzkommission sei die Frage aufgekommen, weshalb man die zwei Millionen nicht in eine weitere Halle investiere.

«Wir haben daraufhin eine Studie in Auftrag gegeben, ob in Amriswil der Bedarf nach einer weiteren Sporthalle ausgewiesen ist.» Immerhin hatte eine Kontrolle der Hallenbelegungen ergeben, dass die vorhandenen Turnhallen vollständig ausgebucht sind. «Besonders zwischen 18 und 22 Uhr gibt es Engpässe», so Koster. Dies vor allem im Winter. «Im Winter kommt es sogar vor, dass die Flure der Hallen zum Turnen genutzt werden. So etwa im Egelmoos.»

Auch die Zahlen aus einer erweiterten Studie sprechen eine deutliche Sprache. Die Bevölkerung von Amriswil ist jünger als der kantonale Durchschnitt. 23,1 Prozent der Amriswiler Einwohner sind zwischen 0 und 19 Jahre alt, im kantonalen Schnitt sind es 22,6 Prozent. Auch bei den jungen Erwachsenen gibt es ein ähnliches Bild: 27,1 Prozent der Bevölkerung ist zwischen 20 und 39 Jahre alt, im kantonalen Schnitt sind es 25,4 Prozent.

Da vor allem jüngere Menschen Bedarf an Sporthallenfläche haben, gibt es in Amriswil einen erhöhten Bedarf.

Wettbewerb durchführen

Die Stadt will nun einen Projektwettbewerb durchführen, um die Hallen-Frage konkret angehen zu können. Dazu ist jedoch ein Projektierungskredit notwendig. «Wir werden das entsprechende Kreditbegehren am 19. Juni an die Urne bringen», kündet Stefan Koster an.

Wie hoch dieser Kredit sein wird, ist noch nicht definiert. Offen ist auch, ob das ganze Gebiet des Sportplatzes in die Projektierung einbezogen werden soll oder ob es Teilbereiche gibt, die von der Stadt als möglicher Standort definiert werden.

Die Zeit drängt

Weil die Sanierung der bestehenden Sporthalle drängt, muss nun möglichst rasch geklärt werden, ob es eine weitere Sporthalle gibt oder ob die Sporthalle Tellenfeld nicht nur saniert, sondern auch erweitert werden soll.

Ein Neubauprojekt würde sich auf jeden Fall aufs Budget schlagen, macht Stefan Koster deutlich. Die Bevölkerung müsste deshalb bereit sein, diese Mehrbelastung in Kauf zu nehmen.

Mit Schule verhandeln

Noch ungeklärt ist auch der Bedarf der Schule an weiteren Hallenflächen. «Wir werden mit der Schule und dem Sportamt das Gespräch suchen», so Stefan Koster.

In Verhandlungen sei die Stadt auch mit den Eigentümern des Landstücks nördlich der bestehenden Sporthalle. Ob dieses aber als Standort für eine weitere Halle oder als zusätzliche Rasenfläche für den Aussenbetrieb in Betracht gezogen wird, ist noch nicht bestimmt.

Ressortleiter Stefan Koster. (Bild: rk)

Ressortleiter Stefan Koster. (Bild: rk)