Weitere Nutzung alternativer Energien

Abwasserverband Region Romanshorn: Höhepunkt des Geschäftsjahres 2008 war die ARA-Einweihung. Die Abwärme der Firma Stüdli Plast soll genutzt werden und die Installation von Sonnenkollektoren wird geprüft.

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Der Höhepunkt des Geschäftsjahrs 2008 war die ARA-Einweihung, welche an zwei Tagen gefeiert wurde. Am 16. Mai wurden Politiker der Verbandsgemeinden und Vertreter der Bauunternehmen eingeladen, wobei die Enthüllung des «ARA-Steins», eine Führung durch die sanierte Anlage und ein Abendessen mit Unterhaltung in einem Festzelt auf dem Gelände Programmpunkte waren. Die Bevölkerung war am darauffolgenden Tag eingeladen. Dabei wurde die Gelegenheit seitens Romanshorns wahrgenommen, sich mit den technischen Betrieben Werkhof und Gasversorgung (Biogasanlage) sowie der Feuerwehr am Tag der offenen Tür anzuschliessen. Bei einigem Wetterglück erkundeten etwa 800 Personen aus der Region die Betriebe vor Ort.

Neben den Feierlichkeiten waren auch normale Sachgeschäfte zu erledigen. Die Biogasanlage zeigte noch weitere «Krankheiten». Letztlich konnte doch ein regelmässiger Betrieb durch den Hersteller sichergestellt werden. Im 2009 wird die Anlage technisch nachgerüstet, so dass ein einwandfreier Dauerbetrieb gewährleistet ist, der allen Anforderungen genügt.

Im Sinne der weiteren Nutzung alternativer Energien sind Abklärungen zur Nutzung der Abwärme des Nachbarbetriebs Stüdli Plast wie auch die Installation von Sonnenkollektoren zur Unterstützung der Faulturmbeheizung gemacht worden. Weiteres Einsparpotenzial wird in der Schlammtrocknung geortet. Die Abwärmenutzung lässt sich aus Rentabilitätsgründen nicht realisieren, die anderen Projekte befinden sich noch in Bearbeitung.

Ende September konnte das Zertifikat der Stiftung «Natur & Wirtschaft» für die Schaffung von naturnahen Lebensräumen auf dem ARA-Gelände entgegengenommen werden. Blumenwiesen, Ruderal- und Schotterflächen sowie einheimische Hecken bereichern das Gelände.

Die Thurella AG, eine der grössten Schmutzwassereinleiter, wurde vom Amt für Umwelt verpflichtet eine Vorreinigungsanlage zu erstellen, worauf sich die Geschäftsleitung entschied, diese auf dem firmeneigenen Gelände zu errichten. Der Baubeginn wird anfangs 2009 erwartet. Dies bedeutet für den Abwasserverband eine bedeutende und wünschenswerte Entlastung, da vor allem während der Mosterei-Kampagne die Kläranlage bis zum Äussersten belastet wird. Durch die Vorreinigungsanlage wird folglich Kapazität für das natürliche Wachstum der Verbandsgemeinden frei. (pd)

www.av-romanshorn.ch www.ara-romanshorn.ch

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