Weinfelder lehnen Initiative für «Massvolles Bauen im Hard» ab

WEINFELDEN. Das Resultat der Abstimmung über das Volksbegehren fällt deutlich aus: 1390 Stimmbürger sprechen sich gegen die Zonenplanänderung aus, nur 892 sind dafür.

Esther Simon
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Die Dorfzone im Hard bleibt: Das Baubewilligungsverfahren für die drei geplanten Mehrfamilienhäuser (Mitte) läuft weiter. (Archivbild: pd)

Die Dorfzone im Hard bleibt: Das Baubewilligungsverfahren für die drei geplanten Mehrfamilienhäuser (Mitte) läuft weiter. (Archivbild: pd)

WEINFELDEN. Die Dorfzone im Weiler Hard bei Weinfelden bleibt. Das haben die Weinfelder Stimmberechtigten gestern deutlich entschieden. An der Urne sprachen sich 1390 Stimmbürger gegen die Initiative «Massvolles Bauen im Hard» und damit gegen die verlangte Zonenplanänderung aus, nur 892 waren dafür. Damit haben Markus Eugster und die 1265 Mitunterzeichner der Initiative Schiffbruch erlitten. «Natürlich wollten wir die Abstimmung gewinnen», sagte Markus Eugster gestern Sonntag kurz nach Bekanntwerden des Resultates. «Aber jetzt haben wir verloren, und zwar mit einer Deutlichkeit, wie sie nur selten bei Abstimmungen vorkommt. Damit haben wir wirklich nicht gerechnet.»

«Wir nehmen das sportlich»

Wegen der Niederlage sei er aber nicht enttäuscht, sagt Eugster: «Das Volk hat gesprochen. Wir nehmen das sportlich.»

Eugster und die Mitunterzeichner wollten mit der Initiative den Bau dreier Mehrfamilienhäuser im Hard verhindern. Mit einer verlangten Umzonung wollten sie dem Bauvorhaben einen Riegel schieben. 1265 Stimmberechtigte unterzeichneten die Initiative, die am 29. Februar eingereicht worden war. Weshalb bei der Abstimmung über diese Initiative aber nur noch 892 Stimmbürger ein Ja in die Urne legten, kann sich Eugster auch nicht mit Bestimmtheit erklären. Sicher ist er sich aber in der Beurteilung, «dass ein Stimmungsumschwung stattgefunden hat, sei es durch die Information der Gemeinde oder die Nein-Parolen der Parteien.» Eugster will nun vorerst abwarten: «Gegen das Bauprojekt im Hard sind noch Einsprachen hängig.»

«Klare Stärkung der Behörde»

Eugster glaubt nicht, dass der Gemeinderat in den 1265 Unterschriften einen Hinweis darauf sieht, dass so viele Leute etwas gegen die Bautätigkeit im Dorf haben könnten. Im Gegenteil, sagt Eugster: «Diese Abstimmung ist eine klare Stärkung für Gemeinderat und Parlament, in der eingeschlagenen Richtung weiterzumachen.» Gemeindeammann Max Vögeli freut sich denn auch, «dass Gemeinderat und Parlament gestützt wurden.» Die Abstimmung habe gezeigt, «dass die Initiative kein geeignetes Mittel ist, um Bauvorhaben zu bekämpfen.» Die Baubewilligung für die drei Mehrfamilienhäuser, welche die Häberlin AG im Hard bauen will, laufe weiter, sagt der Gemeindeammann. Er hoffe, dass der «Burgfrieden» nun bald wieder einkehre.

Max Vögeli, Gewinner. (Archivbild: pd)

Max Vögeli, Gewinner. (Archivbild: pd)

Markus Eugster, Verlierer. (Archivbild: pd)

Markus Eugster, Verlierer. (Archivbild: pd)

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