WEINFELDEN: Zum Schluss ein Zaubertrank

Die Jungwacht Weinfelden lud am Samstag zum letzten der drei Schnuppernachmittage ein. Eine Schnitzeljagd entführte die teilnehmenden Jungs in eine geheimnisvolle Welt.

Désirée Müller
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Die Kinder treffen im Wald auf zwei Zauberer in blauen Gewändern. (Bild: Desirée Müller)

Die Kinder treffen im Wald auf zwei Zauberer in blauen Gewändern. (Bild: Desirée Müller)

WEINFELDEN. Über der Eierliwald-Feuerstelle köchelt ein geheimnisvoller Zaubertrank. Zwei in hellblaue Gewänder gekleidete Zauberer probieren ein Schlückchen und nicken zufrieden. Er ist fertig. Plötzlich hören sie Kinderstimmen. Unter den kleinen Füsschen der Jungwacht-Schnupperer knacken Zweige und knistern Blätter, als sie nach über einer Stunde Suche endlich Merlin und seinen Kollegen gefunden haben.

Der Trank riecht nach Bouillon

Mit ehrfürchtigem Blick schauen sie die Magier an und hören gespannt zu. «Ihr habt uns wirklich gefunden. Wir wollten testen, ob ihr uns auch in einem Notfall wirklich helfen könnt. Und ihr habt allesamt eine sehr gute Arbeit gemacht», nuschelt Merlin durch seinen weissen Bart. «Dieser Zaubertrank wird euch stärken und beschützen.» Die Jungs nehmen sprachlos einen Becher des verdächtig nach Bouillon schmeckenden Zaubertranks in die Hand und trinken ihn eilig.

Dieses kleine Abenteuer haben die Jungs den Leitern der Jungwacht Weinfelden zu verdanken. Vorne weg Maurice Stauffer. «Die letzten Abende habe ich mit Planen verbracht», erzählt der 21jährige Auszubildende nach zwei Stunden rennen, verstecken und lachen ganz glücklich. Nebst der organisatorischen Arbeit wurde Maurice noch in seinen Bastelkünsten gefordert. Am Ende der Schnitzeljagd hält er alle versteckten Teile einer Weinfelder Stadtkarte zusammen.

Trotz Spass Werte vermitteln

Man merkt schnell, dass Stauffer Freude an seiner Arbeit mit den Kindern hat. «So, machen wir uns auf den Heimweg?», ruft er den Jungs zu. Und schon geht es los durch den Wald. Während der Wanderung fällt auf, dass den Kindern Werte und Anstand ganz spielerisch vermittelt werden. Der Zaubertrank wurde auch anderen Wanderern angeboten, beim Sprechen wird in die Augen geschaut und wenn der Leiter etwas sagt, muss man zuhören. Diese Disziplin gefällt dem achtjährigen Moritz Rieg. «Ich finde es gut, dass die Leiter manchmal etwas streng sind, wenn wir Blödsinn machen», sagt der Drittklässler. Leiter Maurice lächelt: «Die Kinder in meiner Gruppe lieben es, wenn sie Liegestütze machen müssen, wenn sie nicht zuhören. Da plappern sie manchmal grad extra laut.» In Windeseile hat die Abenteurergruppe wieder das Pfarreizentrum Weinfelden erreicht. Mamis und Papis warten gespannt auf ihre Sprösslinge und wollen gleich alle Einzelheiten wissen.

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