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WEINFELDEN: Zirkus auf gefrorener Wiese

Am kommenden Freitagabend feiert der Circus Royal die Premiere seines diesjährigen Programms unter dem Titel «Emotionen». Für Artisten ist die Kälte ein Problem, für Tiere kaum.
Mario Testa
Zirkusdirektor Oliver Skreinig bei den Aussengehegen für die Ziegen und Hunde von Tiertrainerin Josephine Igen. (Bild: Mario Testa)

Zirkusdirektor Oliver Skreinig bei den Aussengehegen für die Ziegen und Hunde von Tiertrainerin Josephine Igen. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Die Hunde toben im Gehege umher, die Lamas geniessen die Sonnenstrahlen und die Kamele in ihrem Zelt äsen Heu. «Den Tieren macht die Kälte nicht viel aus. Gerade die Kamele oder Lamas sind sehr anpassungsfähig und in ihren Herkunftsländern teils deutlich kälteren Temperaturen ausgesetzt. Etwas anderes wäre es beispielsweise mit Elefanten, Raubkatzen oder Nilpferden», sagt Zirkusdirektor Oliver Skreinig. Die Tiere hätten jederzeit die Möglichkeit, sich in windgeschützte Bereiche zurückzuziehen. Im Wagen der Hunde und Ziegen hat es sogar eine Heizung. «Mehr Probleme als unseren Tieren bereiten die frostigen Temperaturen den Artisten. Bei kalten Muskeln ist die Verletzungsgefahr gross. Aber deshalb heizen wir das Zelt ja auch, und natürlich auch für unsere Gäste.»

Einen grossen Vorteil habe die Kälte für den Circus Royal. «Der Boden ist hart und trocken und so gibt es ausnahmsweise keine Schlammschlacht auf der Freudigerwiese», sagt Skreinig. Deshalb macht er den Bereich mit Tiergehegen auch zugänglich für Familien und Kinder. «Unser Zoo ist für die Weinfelder immer zugänglich, dieses Jahr ist der Zutritt zum Zoo auch gratis.» Skreinig betont, dass der Entscheid, dieses Jahr auf exotische Tiere zu verzichten, nichts mit den Protesten von Tierschützern im Vorjahr zu tun habe. «Die Proteste waren mir egal, ich stehe absolut hinter unserer Tierhaltung. Wir wollen unseren Gästen einfach immer wieder etwas Neues bieten.»

Rückblick auf 55 Jahre Zirkusleben

Am Freitag feiert der Royal Premiere seines diesjährigen Programms «Emotionen» (siehe Kasten), es nimmt Bezug auf die 55-jährige Geschichte des Zirkus, zeigt in gewissen Punkten auch, wie Zirkus damals war. «Angefangen hat alles mit Helen Gasser. Sie träumte immer von einem eigenen Zirkus, auch um aus den Fussstapfen ihrer berühmten Familie zu treten. Mit dem Circus Royal hat sie den Traum 1963 verwirklicht», sagt Skreinig. «Als Frau in diesem Metier war sie eine grosse Pionierin.»

Als Spezialgäste mit auf Tournee dabei sind dieses Jahr auch Mike Shiva und Beat Breu. «Der Zirkus war schon immer ein Ort mit speziellen Menschen, und da passen die beiden wunderbar dazu», sagt Oliver Skreinig. Beat Breu wird mit seiner Frau Heidi das Bistro betreuen auf der Tournee, Mike Shiva kehre mit seinem Besuch im Zirkus zurück zu seinen Wurzeln als Reisender. Der aus dem TV bekannte Spirituelle – ein guter Freund des Zirkusdirektors – trete nicht im Programm auf, sondern sei dabei, um positive Energie zu verbreiten. «Die Gäste und Fans können sich mit ihm Treffen bei den Vorstellungen oder Termine für Privatsitzungen in seinem Wohnwagen vereinbaren», sagt Skreinig.

320000 Besucher an 64 Spielorten

Der Circus Royal beschäftigt laut dem Zirkusdirektor rund 120 Personen. Vergangenes Jahr tourten sie durch 64 Orte in drei Ländern. «2017 machte uns der heisse Sommer und ein Sturmschaden zu schaffen. Ansonsten war es mit rund 320000 Besuchern ein sehr gutes Jahr», sagt Oliver Skreinig. «Viel Mühe bereitet uns jeweils in jedem Kanton Bewilligungen für die Artisten einzuholen und die ausufernde Bürokratie mit den Veterinärämtern.»

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