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WEINFELDEN: Wünschen hilft

Der Frauenverein stellt jedes Jahr einen Briefkasten auf, in den Personen ihre Anliegen einwerfen können, für die sie selbst zu wenig Geld haben. Meistens erhoffen sich die Leute Kleider oder Essen.
Isabella Gómez

Isabella Gómez

isabella.gomez@thurgauerzeitung.ch

Seit dem ersten Advent werden wieder Wünsche erfüllt: der Weihnachtsbriefkasten des Gemeinnützigen Frauenvereins steht bereits zum elften Mal beim Pestalozzi-Schulhaus. Bis Weihnachten können Briefe eingeworfen werden. «Auch in der reichen Schweiz gibt es Armut. Trotz Unterstützung haben viele ein schmales Budget», sagt Brigitte Vonwiller, Beisitzerin des Vereins. Deswegen wolle der Frauenverein Menschen, die in einer finanziellen Notlage sind, einen Wunsch erfüllen. In einem Brief sollen sie ihre Situation schildern, ihre Wünsche äussern und ihre Kontaktdaten angeben. Von- willer leert den Briefkasten zwei- bis dreimal in der Woche und nimmt Kontakt mit den Verfassern auf.

Gutscheine werden persönlich ausgehändigt

«Manchmal wirft auch ein Nachbar den Brief ein, um uns auf die Person aufmerksam zu machen.

Dann kontaktieren wir sie persönlich», sagt sie. Je nach Wunsch bekommen die Bittsteller einen passenden Gutschein. Meistens von der Migros, denn dort gibt es keinen Alkohol und keine Zigaretten. «Wir möchten keine Sucht unterstützen.» Pro Erwachsenen gibt es einen Gutschein im Wert von 200 Franken, pro Kind einen im Wert von 75 Franken. Auch im Altersheim fragen die Frauen nach, ob jemand finanzielle Unterstützung brauche.

Die Gutscheine bringt Brigitte Vonwiller persönlich mit einer Weihnachtskarte vorbei. «Die Leute freuen sich sehr», sagt sie. Im Schnitt melden sich jedes Jahr 15 Personen, meistens seien es alleinstehende Mütter. Gewünscht werden vor allem Kleider, Schuhe oder Lebensmittel. Es habe auch schon Fälle gegeben mit Wünschen, die der Frauenverein nicht erfüllen kann. «Einmal wollte jemand, dass wir die Hochzeit finanzieren», sagt Vonwiller. Auch Urlaub habe sich jemand gewünscht. Oft käme das aber nicht vor. Wie lange es den Weihnachtsbriefkasten noch geben wird, kann Vonwiller nicht sagen. Solange der Briefkasten nicht ausgenutzt werde und es Leute gebe, die Unterstützung brauchen, werde er aber sicher aufgestellt. «Es ist zu einem Bestandteil unseres Vereins ge- worden.»

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