«Weinfelden, wir kommen!»

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. Der Bekanntheitsgrad von Hauptwil-Gottshaus ist nicht besonders hoch. Dieses Manko missfällt dem Gemeinderat. Er hat daher beschlossen, die Gemeinde an der diesjährigen Wega im Rahmen einer Sonderschau vorzustellen.

Georg Stelzner
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Lokalaugenschein: Matthias Gehring, Gemeindeammann von Hauptwil-Gottshaus, in Weinfelden. (Bild: Stefan Beusch)

Lokalaugenschein: Matthias Gehring, Gemeindeammann von Hauptwil-Gottshaus, in Weinfelden. (Bild: Stefan Beusch)

HAUPTWIL-GOTTSHAUS. «Ich mache immer wieder die Erfahrung, dass wir im Thurgau noch nicht so bekannt sind, wie wir uns das wünschen würden», stellt Matthias Gehring, Gemeindeammann von Hauptwil-Gottshaus, fest. Verantwortlich dafür sei unter anderem die Geographie. Sowohl im Bezirk als auch im Kanton sehe sich Hauptwil-Gottshaus mit einer Randlage konfrontiert. Ein Grossteil der Einwohner und Betriebe orientiere sich zudem Richtung St. Gallen, nennt Gehring ein weiteres Spezifikum.

Blick nach Westen

Der schwierigen Situation ist sich der Gemeinderat seit längerem bewusst. Als 2011 das Leitbild überarbeitet wurde, fand denn auch ein entsprechendes Postulat Aufnahme: Der Bekanntheitsgrad von Hauptwil-Gottshaus soll erhöht werden – einerseits durch eine regelmässige Präsenz in den Medien, andererseits durch die Teilnahme an Ausstellungen. Für die Wega, die grösste Thurgauer Messe, spricht laut Gehring, dass dadurch auch die Aufmerksamkeit der Bevölkerung auf Weinfelden gelenkt werden könne. Noch nicht alle Einwohner hätten nämlich die Zugehörigkeit zum neugebildeten Bezirk verinnerlicht.

Teilnahme von Firmen

Mit dem 600-Jahr-Jubiläum des Dorfes Hauptwil, das heuer im Mai gefeiert wird, bietet sich für die Gemeinde auch ein plausibler Grund, den Schritt ins Rampenlicht jetzt zu wagen. Der Gemeindeammann erwartet nicht, dass sich die Einwohnerzahl wegen des Wega-Auftritts (26. bis 30. September) signifikant erhöhen wird. Sehr wohl sei es aber ein Ziel, das Interesse am touristischen Angebot von Hauptwil-Gottshaus (zum Beispiel Weiher-Badi, Industrielehrpfad) zu erhöhen.

Laut Gehring sollen auch sieben bis acht Unternehmen die Gemeinde an der Wega repräsentieren. Für die Teilnahme sei eine Pauschale zu bezahlen. Bis Ende Februar hätten die Betriebe für eine Stellungnahme Zeit. Bei der Auswahl der Aussteller wird der Gemeinderat nach den Worten Gehrings darauf achten, dass ein guter Branchenmix zustande kommt und möglichst alle Teile der Gemeinde vertreten sind.

Vereine und Kunstschaffende aus der Gemeinde sollen ebenfalls mit einbezogen werden. «Sie werden zwar keinen eigenen Stand haben, aber Gelegenheit erhalten, das Rahmenprogramm mitzugestalten», erklärt der Gemeindeammann. Die bisherige Resonanz bei Firmen und Einwohnern stimmt Gehring optimistisch.

Präsentation in Halle 5

Der Messeveranstalter hat der Gemeinde Hauptwil-Gottshaus das Untergeschoss des «Thurgauerhofs» (Halle 5) zugeteilt. Dort steht eine Nettostandfläche von rund 160 Quadratmetern zur Verfügung. Etwa die Hälfte davon wird die Politische Gemeinde beanspruchen. Ehrgeizig sind die Pläne hinsichtlich der Gestaltung des Ausstellungsraums. In Kooperation mit dem Thurgauer Fischereiverband möchte man das Thema «Hauptwiler Weiher» in attraktiver Weise umsetzen. «Unsere Sonderschau soll bei den Besuchern einen bleibenden Eindruck hinterlassen», begründet Gehring die diesbezüglichen Anstrengungen.

Ein eigentliches OK gebe es nicht. Vielmehr werde das Projekt von einem sechs Mitglieder zählenden Team realisiert, in dem er als Koordinator fungiere, sagt der Gemeindeammann. Sollte der Wega-Auftritt ein Erfolg werden, kann sich Gehring durchaus eine Wiederholung vorstellen. «Nicht mehr jedes Jahr, aber vielleicht einmal pro Legislaturperiode.»

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