WEINFELDEN: Viva la Vivala

Die Stiftung Friedheim gibt sich im Jubiläumsjahr einen neuen Namen. Über das ganze Jahr verteilt stehen verschiedene Aktivitäten zur Feier des 125-jährigen Bestehens der Institution auf dem Programm.

Mario Testa
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Freuen sich auf das Jubiläumsjahr des Friedheims: Stiftungsratspräsident Martin Vock, Geschäftsleiter David Siddiqui, Finanz- und Dienstchef Martin Füllemann, Schul-, Internat- und Therapiechefin Katja Stalder und Jubiläumsorganisatorin Erika Linder. (Bild: Mario Testa)

Freuen sich auf das Jubiläumsjahr des Friedheims: Stiftungsratspräsident Martin Vock, Geschäftsleiter David Siddiqui, Finanz- und Dienstchef Martin Füllemann, Schul-, Internat- und Therapiechefin Katja Stalder und Jubiläumsorganisatorin Erika Linder. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Der Ausdruck «Heim» ist verstaubt und weckt unerwünschte Assoziationen. 125 Jahre lang hat das Wort im Namen des Friedheims funktioniert, aber nun ändert die Weinfelder Institution für Menschen mit Beeinträchtigung (siehe Kasten) ihren Namen. Vivala heisst das Friedheim ab dem 31. März. Diesen Namen hat eine Arbeitsgruppe während des vergangenen Jahres entwickelt. «Viva steht für Lebensfreude, ala für Flügel. Der neue Name widerspiegelt unser Denken und Handeln», sagt Geschäftsleitungsmitglied Katja Stalder.

Als Slogan unter dem neuen Namen steht künftig: «Stärken entfalten – dabei sein». Dazu sagt Katja Stalder: «Der Slogan soll unser Bestreben unterstreichen, dass wir versuchen, die Stärken unserer Bewohner zu fördern, ihnen ein Gemeinschaftsgefühl zu geben und sie am gesellschaftlichen Leben teilhaben zu lassen.»

Ein Jubiläumsfest im September

Die Idee, im Rahmen des Jubiläums des Friedheims einen neuen Namen zu etablieren, stammt von Geschäftsleiter David Siddiqui. «Ein neuer Name ist das eine, zu jedem Jubiläum gehört aber natürlich auch ein Fest. Dieses wollen wir am 15. September im Thurgauerho mit den Mitarbeitern, Behördenvertretern und Angehörigen feiern.» Am Fest wird gegessen, es werden Reden gehalten und dazu gibt es die Aufführung eines Tanztheaters, das die Bewohner des Friedheims bereits seit einigen Wochen proben.

Für das Jubiläumsjahr haben sich Verwaltungsrat und Geschäftsleitung einige Programmpunkte einfallen lassen (siehe Kasten). Dazu haben sie auch Kommunikationsfachfrau Erika Linder engagiert, die die Festivitäten koordiniert. Besonders angetan ist Linder vom temporären Kunstweg, der am 1. Mai eröffnet wird und alle Interessierten vom ursprünglichen Standort beim evangelischen Kirchgemeindehaus entlang des Giessens zum Vivala führt. «Für die Gestaltung dieses Jubiläumswegs konnten wir bekannte Künstler gewinnen. Sie stellen uns ihre eigens für diesen Weg erschaffenen Installationen ein halbes Jahr zur Verfügung», sagt Linder. Joelle Allet, Rahel Müller, Ute Klein, Roman Signer und das Duo Bildstein/Glatz steuern Kunstinstallationen bei für den Jubiläumsweg.

Geld für das Fest aus einer separaten Kasse

Während der Betrieb der Institution vom Kanton, den Eltern der Bewohner und der IV bezahlt wird, hat das Friedheim auch ­einen Spendenfonds mit dem ­Namen «Glanzlichter», aus dem spezielle Veranstaltungen, Ausflüge und sonstiges Nicht-Alltägliches für die Bewohner ermöglicht wird. «Die Kosten für das Jubiläumsprogramm werden aus einer separaten Kasse bezahlt», betont Finanzchef Martin Füllemann. «Wir konnten bereits viele Gönner und Sponsoren gewinnen, sammeln aber noch weiter.»

Spendenkonto: PC 85-5973-5