WEINFELDEN: Viel Platz für die Feuerwehr

Die Bauarbeiten am neuen Sicherheitszentrum stehen kurz vor dem Abschluss. In drei Monaten kann die Feuerwehr ihre neuen Räume beziehen. «Der Kredit reicht sicher», sagt Gemeinderat Thomas Bornhauser.

Mario Testa
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Architekt Gianet Traxler, Implenia-Projektleiter Beat Müller und Weinfeldens Hochbauchef Thomas Bornhauser in der Fahrzeughalle des neuen Sicherheitszentrums. Links haben neun kleinere Fahrzeuge Platz, vorne acht grosse Feuerwehrautos. (Bild: Mario Testa)

Architekt Gianet Traxler, Implenia-Projektleiter Beat Müller und Weinfeldens Hochbauchef Thomas Bornhauser in der Fahrzeughalle des neuen Sicherheitszentrums. Links haben neun kleinere Fahrzeuge Platz, vorne acht grosse Feuerwehrautos. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Die Handwerker sind in den letzten Zügen. Überall wuseln sie noch herum auf der grossen Baustelle an der Gaswerkstrasse. Lange werden sie aber nicht mehr beschäftigt sein mit den Arbeiten am neuen Weinfelder Sicherheitszentrum. «Die Schlüsselübergabe von der Implenia an die Feuerwehr ist am 31. Mai. Bis dann müssen die Arbeiten abgeschlossen sein», sagt Gemeinderat und Hochbauchef Thomas Bornhauser. Dieser Termin sollte eingehalten werden können, wie Architekt Gianet Traxler sagt: «Wir sind im Zeitplan. Es gab auch keine Zwischenfälle während der Bauzeit.»

Auffallend am neuen Sicherheitszentrum sind das gezackte Dach, die grossen Glastore an zwei Gebäudefronten, die Fotovoltaikanlage auf dem Dach und die Form des Gebäudes. «Es ist ein Dreieck. Die Fahrzeughallen sind in einem L angeordnet und im inneren Bereich befinden sich die weiteren Räume für die Feuerwehr», sagt Traxler.

Unten die Praxis, oben die Theorie

Das Minergie-Gebäude wird mit Fernwärme von der Bornhauser Holzbau geheizt. Gedämmt und geheizt sind nur die Räume im Innenbereich. Die Fahrzeughallen, in denen acht grosse Feuerwehrautos mit Anhängern sowie neun kleinere Fahrzeuge Platz finden, sind unbeheizt. Im Innenbereich hat Architekt Traxler eine qualitative Trennung vorgenommen. «Bei den Räumen im Erdgeschoss, den Garderoben, Duschen und Retablierungsräumen für die Feuerwehr haben wir es einfach gehalten. In der oberen Etage, wo sich der Theoriesaal, ein Theorieraum sowie ein Aufenthaltsraum befinden, sind die Materialien hochwertiger.» Beat Müller, Projektleiter bei der Implenia AG betont die gute Zusammenarbeit aller Seiten und sagt: «Es sind vorwiegend Handwerksbetriebe aus der Region zum Zug gekommen. Die Arbeiter sind dadurch besonders motiviert.»

Thomas Bornhauser, früher lange Jahre selbst bei der Feuerwehr, ist überzeugt, dass das neue Zentrum den Feuerwehrleuten hilft bei ihrer Arbeit. «Es ist optimal eingeteilt, die Wege sind kurz und alles ist unter einem Dach.» Dass es aufgrund der fehlenden Tiefgarage zu Problemen kommen könnte, wenn Dutzende Feuerwehrleute mit dem Auto beim Zentrum ankommen, glaubt Bornhauser nicht. «Die meisten Einsätze beginnen heute schon im Depot an der Gaswerkstrasse und da haben wir keine Probleme, es gibt genug Parkmöglichkeiten.» Bornhauser sagt auch, dass der Kreditrahmen von 8,5 Millionen Franken sicher reichen werde.

Eine erste Besichtigungsmöglichkeit des neuen Sicherheitszentrums für die Weinfelder Bevölkerung ist am Tag der offenen Tür, am 24. Juni.