WEINFELDEN: Turnen und Spass mit Peter Party

Vergangene Woche lernten 50 Kinder in der Paul-Reinhart-Turnhalle neue Sportarten und Spiele kennen. Der Verein Kindersport Thurgau organisierte für die Knaben und Mädchen ein polysportives Camp.

Sabrina Bächi
Merken
Drucken
Teilen
Die Jüngsten geben vollen Einsatz und sind bei diesem Spiel mit den Squash-Schlägern ganz auf den pinken Ball konzentriert. (Bild: Sabrina Bächi)

Die Jüngsten geben vollen Einsatz und sind bei diesem Spiel mit den Squash-Schlägern ganz auf den pinken Ball konzentriert. (Bild: Sabrina Bächi)

WEINFELDEN. «Das ist Peter Party», sagt Sportleiter David Gerber schmunzelnd. Im Elefantenkostüm steckt einer der Leiter. «Wir laufen jetzt ein. Macht alle die Übungen von Peter Party nach!» Letzte Woche turnten 50 Kinder in der grossen Paul-Reinhart-Sporthalle und lernten auf spielerische Weise viele neue Sportarten kennen. Den 6- bis 14jährigen Knaben und Mädchen wurde nie langweilig, denn die Organisatoren hatten sich für die Kids Power Week einiges einfallen lassen. «Wenn es möglich ist, gehen wir nach draussen, machen eine Schnitzeljagd oder bräteln im Wald. Aber auch in der Turnhalle haben wir die Möglichkeit, den Kindern verschiedene Spiele zu zeigen», sagt David Gerber.

Sport auch in der Schule

Der Verein Kindersport Thurgau organisiert die Kids Power Week bereits seit drei Jahren. In Sportstunden an Schulen oder mittels Flyer konnten sie die Kinder für das Sportcamp gewinnen. Als Lagerwoche wird die Kids Power Week vom J+S finanziell unterstützt, den Rest der Kosten tragen die Eltern mit ihren Beiträgen. Der Verein ist in der Schweiz der erste Anbieter für Zivildienstleistende im Sportbereich. Unter dem Jahr bietet Kindersport Thurgau, in Zusammenarbeit mit dem Schulamt, an einigen Thurgauer Schulen freiwilligen Schulsport an.

«Nicht alle Eltern haben fünf Wochen Sommerferien», sagt Gerber. Deswegen organisierten sie die Sportwoche in den Ferien. «Die Eltern werden entlastet und die Kinder können sich auspowern, bewegen und machen etwas sinnvolleres, als fernzusehen.» Das Ziel der Sportleiter ist klar: Sie wollen die Kinder so intensiv wie möglich beschäftigen. «Nach zwei, drei Tagen sind die Kinder abends bestimmt müde», sagt Gerber lachend.

Eine polysportive Spasswoche

Obwohl alle Leiter aus dem Unihockeysport kommen, ist es ihnen wichtig, die Woche möglichst polysportiv zu gestalten. So wird neben Unihockey auch Fussball, Fangis oder Räuber und Poli gespielt. Die Kinder werden in Altersgruppen unterteilt, so ist niemand unter- respektive überfordert.

«Wichtig ist der Spass am Sport», sagt der Sportleiter. Den meisten Kindern gefalle die Woche so gut, dass sie sich ein Jahr später wieder anmelden. Auffällig in Weinfelden sei, dass es sehr wenig Mädchen hat, die zur Kids Power Week kommen. «Wir würden uns über mehr Mädchen freuen. Sie geben genauso tollen Einsatz wie die Jungs», sagt David Gerber.

www.kindersport-tg.ch