WEINFELDEN: Treue Lehrkräfte, Adieu

Die Rechnungen 2016 fanden zwar die nötige Aufmerksamkeit. Aber an den Schulgemeindeversammlungen vom Mittwochabend standen eindeutig die Verabschiedungen im Mittelpunkt.

Esther.simon@thurgauerzeitung.ch
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Mit dem Ende des Schuljahres geht in Weinfelden zweifellos auch eine Ära zu Ende. Sowohl Kurt Alder, Schulleiter im Primarschulhaus Martin Haffter, als auch Hubi Zweifel, Schulleiter im Sekundarschulzentrum Thomas Bornhauser, gehen in den Ruhestand – Alder nach 44 Jahren, Zweifel nach 32 Jahren. Der Präsident der Sekundarschulbehörde, Beat Gähwiler, musste ausserdem Sekundarlehrer Werner Leuenberger verabschieden, welcher der Weinfelder Schule 43 Jahre die Treue gehalten hat.

Von seinem Amt tritt nach 14 Jahren auch der Schularzt Urs-Peter Beerli zurück, und aus der Behörde scheidet André Leutwyler aus. Neue Schulärztin wird Claudia Haunit. Thomas Wieland als Präsident der Primarschulbehörde musste sich von den Behördenmitgliedern Martin Brenner, Sybille Angst und Corina Bieri verabschieden. Die beiden Präsidenten würdigten alle, welche die Weinfelder Schule verlassen, mit persönlichen und anerkennenden Worten für den Einsatz. Auch ging keiner ohne Geschenk nach Hause. Die Versammlung der Sekundarschule hatten fünf Musikschüler der Begabtenförderung mit einem aparten Konzert eröffnet. Präsident Beat Gähwiler begrüsste 55 von über 10000 Stimmberechtigten. Nach Ausführungen von Schulsekretär René Diethelm wurde die Rechnung 2016, die über Erwarten gut abschloss, mit einer Gegenstimme genehmigt. Ebenfalls zugestimmt hat die Versammlung der Gewinnverwendung, wie sie die Behörde beantragt hatte. Dass die Behörde beschlossen habe, den Gewinn dem Konto des Präsidenten zuzuweisen, wie Gähwiler im Scherz bemerkte, quittierte die Versammlung mit einem wohlwollenden Schmunzeln.

Keine Zeit zum Duschen

Schliesslich genehmigte die Versammlung auch den Investitionskredit von 144000 Franken für die Sanierung der Schulküche im Sekundarschulzentrum Thomas Bornhauser – nach Ausführungen von Schulvorsteher Roger Schadegg. Derweil wurde es im Rathaussaal immer heisser. Gähwiler sagte: «Wir machen jetzt eine kleine Pause, wer will, kann duschen.» Damit war natürlich nichts. Und Thomas Wieland konnte zur Versammlung der Primarschule noch 47 Schulbürgerinnen und Schulbürger begrüssen. Das Schliessen von Kompromissen gehöre zum Alltag der Primarschulbehörde, sagte Wieland, etwa bei Elternwünschen bei der Platzierung ihrer Kinder in den Schulhäusern. Keine Kompromisse hingegen habe es beim Neubau des Schulhauses Elisabetha Hess gegeben. «Der damals unpopuläre Entscheid zum Abriss des Schulhauses war der einzige richtige Entscheid. Jetzt sind wir mit dem Neubau auf Kurs.»

Schulsekretär René Diethelm erläuterte auch die Rechnung 2016 der Primarschule. Sie schliesst ebenfalls besser ab als budgetiert und wurde ebenfalls mit einer Gegenstimme genehmigt. Die Gewinnverwendung hingegen bewilligte die Versammlung einstimmig. Thomas Wieland kündigte an, dass am 24. September über den Bau­kredit für den Umbau des Schwärze-Schulhauses und über den Projektierungskredit für den Ersatzneubau des Martin-Haffter-Schulhauses abgestimmt werde. Eine öffentliche Informationsveranstaltung findet am 6. September statt.

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung.ch