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WEINFELDEN: Thurgauer Fussballer droht Ausschaffung: Kollegen sammeln Unterschriften gegen Asylentscheid

Die A-Junioren des FC Weinfelden-Bürglen sammeln im ganzen Kanton Unterschriften, um gegen den negativen Asylentscheid eines Teamkollegen zu kämpfen. Sie wollen damit ein Zeichen setzen.
Isabella Gómez
Faik Hiseni und Fedon Hyseni sammeln Unterschriften für Yaya Baldeh (rechts). (Bild: Olaf Kühne)

Faik Hiseni und Fedon Hyseni sammeln Unterschriften für Yaya Baldeh (rechts). (Bild: Olaf Kühne)

An den Bahnhöfen, an den Berufsschulen oder um den Campus der Kantonsschulen – Die A-Junioren des FC Weinfelden-Bürglen sammeln diese Wochen an diversen Orten Unterschriften für ihr Teammitglied Yaya Mesut Baldeh. Der 18-Jährige wurde vergangene Woche informiert, dass sein Asylgesuch definitiv abgelehnt wurde. «Mit der Unterschriftenaktion will die Mannschaft etwas Positives bewirken», sagt Trainer Armend Aliu. Er drückte am 1. März seine Erschütterung über den Entscheid auf Facebook aus. «Er hat sein Heimatland, Gambia, verlassen, weil er da nicht sicher war und von regierungstreuen Menschen verfolgt wurde», erklärt Aliu in seinem Post. Des Weiteren schreibt er: «Wie kann es sein, dass einem jungen Menschen, auf der Suche nach Hilfe, die Türen verschlossen werden.»

Offiziell begann die Unterschriftenaktion am vergangenem Sonntag, bei einem Heimspiel der A-Junioren des FC Weinfelden-Bürglen. Dort haben sie um die 200 Unterschriften gesammelt. «Im Moment haben wir keinen Überblick über die genaue Anzahl an Unterschriften, da die Spieler mit unterschiedlichen Bögen an verschiedenen Orten gleichzeitig sammeln», sagt Aliu. Die ganze Woche werden an verschiedenen Standorten Unterschriften gesammelt, je nachdem, wo die Spieler arbeiten oder zur Schule gehen. Statt wie üblich zu trainieren, sammelt ausserdem am Donnerstagabend das ganze Team der A-Junioren Unterschriften am Weinfelder Bahnhof. «Diesen Sonntag werden am Heimspiel nochmals Unterschriften gesammelt und anschliessend zusammengezählt», sagt Aliu. Danach werden sie an das zuständige Amt geschickt. «Die Aktion ist keine Petition, wir wollen damit einfach ein Zeichen setzen und Yaya unterstützen.»

Grosse Anteilnahme

«Viele, die unterschreiben, kennen Yaya und wissen, dass er sehr gut integriert ist, die Sprache schnell gelernt hat, Freunde hat und sich zurzeit um einen Ausbildungsplatz bemüht», sagt der Trainer. Aber auch Unbekannte wollen dem 18-Jährigen helfen. Über die Unterstützung auf Facebook ist Armend Aliu sehr froh und auch überrascht. «Es wollen zum Beispiel Leute aus Lugano oder Chur für Yaya unterschreiben.» Er komme zum Teil nicht mehr nach allen Leuten zu antworten. Die Unterschriftensammlung sei eine spontane Idee gewesen, eine grosse Geschichte daraus zu machen sei eigentlich nicht geplant gewesen.

Armend Aliu hofft, dass sie mit der Unterschriftenaktion etwas bewirken können. Man müsse aber auch damit rechnen, dass das Ziel nicht erreicht werde. Trotzdem wolle der Trainier nichts unversucht lassen. Die Aktion sei auf jeden Fall besser, als nichts zu unternehmen. «Manchmal geschehen auch Wunder», sagt er.

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