WEINFELDEN: Spaghetti gegen das Elend

Sabina Greber und Jasmine Müller haben an ihrem Spendenanlass «Charity for Humanity» 6000 Franken gesammelt.

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Besucher essen Spaghetti und lauschen dem Vortrag. (Bild: Rudolf Steiner)

Besucher essen Spaghetti und lauschen dem Vortrag. (Bild: Rudolf Steiner)

Am Samstag trafen sich im ­Haffterkeller in Weinfelden rund 200 Personen am Spendenanlass «Charity for Humanity». Organisiert wurde der Anlass, an dem Geld für die Flüchtlingshilfe in Griechenland gesammelt wurde, von den beiden Freundinnen und Sozialpädagoginnen Sabina Greber und Jasmine Müller.

Geplant hatten die beiden jungen Frauen den Spendenanlass bereits für einen Advents- oder Weihnachtsmarkt im Jahr 2016. «Wir merkten aber schnell, dass der Aufwand für die Organisation mehr Arbeit bedeutet, als wir uns vorgestellt hatten», sagt die 26-jährige, ursprünglich aus Wigoltingen kommende Studentin Jasmine Müller am Samstagabend im Haffterkeller.

Information und Eindrücke aus erster Hand

Die beiden Initiantinnen konnten für ihren Anlass auf die Hilfe von fast 20 Helfern und Helferinnen zählen. Auch viele Sponsoren halfen mit Sachspenden mit, damit die Geldspenden vollumfänglich den gestrandeten Flüchtlingen in Griechenland zugute kommen. «Wir sind auf grosse Hilfsbereitschaft gestossen und wurden grosszügig unterstützt. Ein Sponsor hat uns sogar die Miete für den Haffterkeller und ein anderer den Druck des Flyers bezahlt», sagt Sabina Greber aus Weinfelden.Wenn man das Ergebnis betrachte – in sieben Stunden sind etwas mehr als 6000 Franken gespendet worden, die der Flüchtlingsorganisation «HumanaidGreece» zugute kommen – habe sich der grosse Aufwand gelohnt.

Jasmine Müller, die 2016 selber zehn Wochen als Flüchtlingshelferin an der griechisch-mazedonischen Grenze im Einsatz war, schilderte den Besuchern und Besucherinnen mit Bildern aus den griechischen Flüchtlingscamps Idomeni und Illiadis anschaulich das grosse Elend der Flüchtlinge, darunter überdurchschnittlich viele Kleinkinder, Kinder und Jugendliche. Einen Eindruck vermittelten auch die drei Dutzend Bilder des syrischen Flüchtlings Abdulazez Dukhan aus diesen Lagern.

Rudolf Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch