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WEINFELDEN: Späte Ehre für den «Schmälzler»

Der Weinweg erfreut sich auch im zweiten Jahr grosser Beliebtheit. Schon über 500 Personen sind ihn heuer gewandert. Nun gibt es gleich mehrere Neuerungen.
Gemeinderat Valentin Hasler, Hubertus Schmid, Hansruedi Wolfer und Doris Naef stossen auf die neue Weinweg-Tafel an. (Bild: Mario Testa)

Gemeinderat Valentin Hasler, Hubertus Schmid, Hansruedi Wolfer und Doris Naef stossen auf die neue Weinweg-Tafel an. (Bild: Mario Testa)

Seit über 450 Jahren wird am ­Ottenberg Wein angebaut. Das belegt eine Urkunde aus dem Jahr 1561 und wenige Jahre später eine zweite, in der von «ainem Wingarten im Schmältzler» die Rede ist. Er gehörte dem Kloster Magdenau. Dieser Rebberg befindet sich unterhalb des Bühl. Als Retter des Rebbergs, der nach dem 2. Weltkriegs zu stark parzelliert war und serbelte, traten Ernst Kunz-Pfeiffer, Luzi Schmid und Ernst Egolf auf. Sie unterzogen ihn einer grundlegenden Melioration und gründeten die «Rebberg-Rekonstruktions-Korporation Schmälzler».

Hubertus Schmid und Doris Naef gehören zu den Erben der Korporationsgründer. «Dieser Rebberg hat eine interessante Geschichte. Er war der Gemeinde eigentlich immer etwas im Weg, beispielsweise als es Pläne für ein Kantonsspital hier oben gab», sagt Hubertus Schmid. Er und Naef freuen sich über die späte Ehre, die nun mit der Weinweg-Infotafel ihrem «Schmälzler» zuteil wird. Sie lieferten die Infos und Bilder für die Tafel.

«Der Weinweg führt hier nicht durch. Aber wir haben vorne am Weg nun eine Tafel, die auf diesen Rebhang hinweist und hier vor Ort eine Tafel, die über seine Geschichte informiert», sagt Gemeinderat Valentin Hasler, Präsident der Rebbaukommission. Mit der Entwicklung des Weinwegs ist er sehr zufrieden. «Im ersten Jahr kamen 1000 Wanderer, und dieses Jahr sind schon 500 Weinweg-Rucksäckli verkauft worden.» Künftig soll es auch Weinführungen geben. «Wir hatten immer wieder entsprechende Anfragen. Nun versuchen wir es.» Am 26. August findet die Premiere statt. «Die Führung beginnt im Dorf, wo die maximal 20 Teilnehmer etwas über die Gastronomie und den Wein erfahren. Dann geht es mit dem Bus zum Schlossgut Bach­tobel wo Winzer Johannes Meier durch den Betrieb führt und die Gäste degustieren können.» Für die Führung ist eine Anmeldung auf der Website des Weinwegs nötig, sie kostet 39 Franken.

Fertig ist nun auch die zweite Kunstinstallation am Weinweg. «Edle Tropfen in goldenen Rohren», heisst die Installation einer St. Galler Künstlergruppe. Sie befindet sich ganz im Westen des Wegs in Ottoberg. «An drei Orten ist dort nun eine goldene Röhre sichtbar, die sich durch die Reben schlängelt», erklärt Hansruedi Wolfer. «Es fliesst natürlich kein Wein durch die Rohre, sondern Quellwasser.»

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

www.weinweg-weinfelden.ch

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