WEINFELDEN: Schmerzgrenze erreicht

Am Montag beginnt die Sanierung der Freiestrasse. Die Politische Gemeinde sieht eine Totalsperrung während 19 Wochen vor, womit sich die Bauzeit um 14 Wochen verkürzt.

Esther Simon
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Dringend sanierungsbedürftig: Die Freiestrasse in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Dringend sanierungsbedürftig: Die Freiestrasse in Weinfelden. (Bild: Andrea Stalder)

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung,ch

Die Sanierung der Freiestrasse beschäftigt die Gemüter schon lange. «Sie war schon vor 14 Jahren ein Thema», erinnert sich Walter Strupler, Ressortchef Tiefbau in der Weinfelder Exekutive. «Damals hat das Gemeindeparlament den Kredit noch abgelehnt.» Aber im vergangenen Jahr war die Schmerzgrenze offensichtlich erreicht. Die Durchgangsstrasse zeigte sich in einem immer schlechteren Zustand und musste jeweils notdürftig geflickt werden. Tatsächlich bewilligte das Gemeindeparlament an seiner Sitzung vom 15. September 2016 den Kredit von 1,5 Millionen Franken und stimmte damit der Sanierung zu.

Von der Brauereistrasse bis zum Kreisel Marktstrasse

Inzwischen hat die Gemeinde das Verkehrsregime während der Sanierung festgelegt. «Wir beginnen am Montag mit den Sanierungsarbeiten und sperren die Freiestrasse total für den Durchgangsverkehr», sagt Roger Weber, Leiter Tiefbau im Bauamt der Gemeinde Weinfelden. Die Sperrung dauert 19 Wochen und gilt für den 355 Meter langen Abschnitt von der Brauereistrasse bis zum Kreisel Marktstrasse, wobei dieser offen bleibt. Würde die Gemeinde die Freiestrasse nicht total sperren, würden die Sanierungsarbeiten voraussichtlich 33AABB22Wochen dauern. Gemäss Roger Weber sprechen verschiedene Gründe für eine Totalsperrung: die verkürzte Bauzeit, die Verkürzung der mit den Bauarbeiten verbundenen Lärmbelästigungen und – nicht zuletzt – die Sicherheit der Bauarbeiter. Anwohner hätten jederzeit Zugang zu ihren Liegenschaften, sagt Weber. Auch der Zugang zum Friedhof sei gewährleistet. Den Parkplatz bei der katholischen Kirche wolle man so lange wie möglich offen halten.

Die Sanierungsarbeiten umfassen im Wesentlichen den Ersatz von Werkleitungen und den Strassenbau. Beim Friedhof werden die Parkplätze entfernt und durch zwei neue Kurzzeitparkplätze ersetzt. Umleitungen würden signalisiert. Während der 19 Wochen muss der Transitverkehr also auf die Umfahrung – wie er es ja sonst eigentlich auch tun müsste, nachdem die Umfahrung genau für diesen Zweck umfassend saniert worden ist.