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WEINFELDEN: Recycling-Pionier

Die Model AG hat die schweizweit erste Anlage zur Wiederverwertung von Getränkekartons entwickelt. Noch fehlt jedoch die Unterstützung seitens der Grossverteiler.
Mario Testa
Ein Mitarbeiter der Model AG bereitet die gepressten Getränkekartons für die Recyclinganlage vor. (Bild: PD)

Ein Mitarbeiter der Model AG bereitet die gepressten Getränkekartons für die Recyclinganlage vor. (Bild: PD)

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

Getränkekartons bestehen aus Karton, Plastikfolien und auch etwas Aluminium. Bisher konnten sie in der Schweiz einzig als Abfall verbrannt werden. Nun hat die Model AG in Weinfelden eine Anlage in Betrieb genommen, die es ermöglicht, auch Getränkekartons zu recyceln. Die Firma hat die Anlage mit dem Namen «Fibre Evolution» selbst entwickelt und nun patentieren lassen.

Am Anfang der Entwicklungsarbeit stand das Problem, dass die Qualität des verfügbaren Altpapiers zur Produktion von neuem Karton abnimmt. Die Fasern werden durch das stete Wiederverwerten immer kürzer. Entsprechend unglücklich war das Weinfelder Verpackungsunternehmen über die Situation, dass viele wertvolle Rohstofffasern mit den Getränkekartons weggeworfen werden, denn diese bestehen aus neuem Papier mit langen Fasern. Für 35 Millionen Franken baute die Model AG deshalb die neue Anlage auf, die seit April die Wiederverwertung von Getränkekartons ermöglicht.

Hersteller und Discounter spannen zusammen

Die neue Recycling-Methode wird unterstützt vom Verein Getränkekarton-Recycling Schweiz. Hinter dem Verein stehen die drei Schweizer Getränkekarton-Hersteller Tetra Pak, SIG Combibloc und Elopak Systems. Sie setzen sich für die Wiederverwertung der Getränkekartons ein. Dazu kommen immer mehr kommunale Sammelstellen sowie der Discounter Aldi Schweiz, die in den vergangenen Monaten auch das Anliefern von gebrauchten Getränkekartons ermöglichten.

Grossverteiler haben sich noch nicht vom System überzeugen lassen und stellen noch keine Recyclingboxen für Getränkekartons auf. Dadurch gelangte im ersten Halbjahr nur ein Bruchteil der in der Schweiz anfallenden 20000 Tonnen Getränkekartons in den Recycling-Kreislauf. Die neue Anlage in Weinfelden soll zum Schluss gar 75000 Tonnen jährlich verarbeiten können.

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