WEINFELDEN: Recyceln beim Einkauf

Der Gemeinderat muss sich Gedanken machen über Sammelstellen im Dorf. Wenn das Angebot im Entsorgungszentrum reduziert wird, braucht es Alternativen. Das fordern nun auch zehn Gemeindeparlamentarier.

Mario Testa
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Viele Weinfelder schätzen das Recyceln im Entsorgungszentrum. Wird das Angebot hier reduziert, muss die Gemeinde Alternativen anbieten, fordern zehn Gemeindeparlamentarier. (Bild: Mario Testa)

Viele Weinfelder schätzen das Recyceln im Entsorgungszentrum. Wird das Angebot hier reduziert, muss die Gemeinde Alternativen anbieten, fordern zehn Gemeindeparlamentarier. (Bild: Mario Testa)

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@thurgauerzeitung.ch

Einkaufen kann man gut im Weinfelder Zentrum, mit der Entsorgung hapert es jedoch. PET-Sammelstellen gibt es, aber Kartons, Alu oder Glasflaschen müssen die Kunden der Fachgeschäfte und des Migros im Zentrum andersweitig entsorgen. Das passt einigen Gemeindeparlamentariern nicht, zumal mit der drohenden Reduktion des Angebots im Entsorgungshof eine weitere Verschlechterung der Situation droht.

Mit einer Interpellation, die von neun Gemeindeparlamentariern mit unterzeichnet wurde, will Adrian Caramaschi (SP) deshalb vom Gemeinderat wissen, wie er die Entsorgungsmöglichkeiten in der Gemeinde verbessern will. «Es fehlt ein Gesamtkonzept für die Entsorgung in Weinfelden. Und mit dem jüngsten Entscheid für eine Angebotsreduktion im Entsorgungszentrum und gleichzeitigem Bau von Unterflurcontainern sorgt die Gemeinde für eine Luxuslösung bei der Abfallbeseitigung, das Recyceln wird hingegen erschwert», sagt Caramaschi. «Das ist ein völlig falsches Zeichen. Ich will, dass im Zentrum Recyceln möglich ist und künftig nicht alle mit dem Auto weit raus zur neuen Regionalen Annahmestelle der KVA fahren müssen.»

Einkaufen und Recyceln am selben Ort

Es sei wichtig, dass gerade dort, wo eingekauft wird, auch das Recyceln von Wertstoffen möglich sei, sagt Caramaschi. Im Zentrum betrifft das ganz explizit die Migros. «Es ist sicher nicht einfach, beim Migros die Entsorgungssituation zu verbessern. Man kann sie ja nicht zwingen, aber die Migros sollte ja auch daran interessiert sein, dass die Kunden nicht alle an die Peripherie raus abwandern.» Die Migros Ostschweiz zeigt sich auf Anfrage der Thurgauer Zeitung gesprächsbereit, sollte sie von der Gemeinde wegen einer möglichen Sammelstelle kontaktiert werden (siehe Kasten).

Der zuständige Gemeinderat Walter Strupler sagt auf Anfrage, dass sich der Gemeinderat Gedanken mache über die künftige Entsorgung in Weinfelden. «Bevor wir es jedoch konkretisieren können, müssen wir wissen, was die KVA genau macht. So weit sind wir noch nicht.» Der Gemeinderat werde zu gegebener Zeit informieren und zur Interpellation Stellung nehmen.