Weinfelden plant bis 2024

WEINFELDEN. Im Weinfelder Rathaus liegt das revidierte Erschliessungsprogramm auf. Der Plan und die Zeittabelle sind wichtige Instrumente: Sie zeigen der Öffentlichkeit, wo und wann im Dorf bis 2024 gebaut werden könnte.

Esther Simon
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Der Erschliessungsplan: Die gelben Flächen weisen künftiges Bauland aus. Blaue Umrandungen mit Nummern sind schon erschlossene künftige Baugebiete. (Bild: Gemeinde Weinfelden)

Der Erschliessungsplan: Die gelben Flächen weisen künftiges Bauland aus. Blaue Umrandungen mit Nummern sind schon erschlossene künftige Baugebiete. (Bild: Gemeinde Weinfelden)

Ein Erschliessungsprogramm ermöglicht der Behörde, erforderliche Massnahmen in unerschlossenen Bauzonen frühzeitig zu planen mit dem Ziel, die Baureife rechtzeitig herbeizuführen. Das erste Weinfelder Erschliessungsprogramm stammt aus dem Jahre 1999. Der Gemeinderat hatte das Programm damals im Rahmen der Teilrevision der Ortsplanung beschlossen.

Laufzeit 15 Jahre

Ein solches Programm habe normalerweise eine Laufzeit von 15 Jahren, erklärt Martin Belz, Chef des Weinfelder Bauamtes, im Rathaus. Doch in Weinfelden war das Programm bereits nach neue Jahren grösstenteils überholt: Die Industriezone im Südwesten zum Beispiel war durch die rege Bautätigkeit (Lidl Schweiz) stark reduziert worden, und andere Gebiete wie in Gontershofen, im Oberfeld, am Kappelerweg oder im Wiesental hatten in der Zwischenzeit baureif gemacht werden können.

Bis 7. Oktober aufgelegt

Angesichts der veränderten Ausgangslage sah sich der Gemeinderat veranlasst, das Programm zu aktualisieren, das heisst die bereits erschlossenen Gebiete aus dem Programm zu kippen und bevorstehende Erschliessungen auf ihre Aktualität und Dringlichkeit hin zu überprüfen und nach Bedarf neu zu terminieren.

Das Resultat, das revidierte Erschliessungsprogramm, ist bis 7. Oktober im Rathaus öffentlich aufgelegt. Bei einem Augenschein im Rathaus hat Martin Belz der TZ die etwas trockene Materie erklärt.

Auf die Frage, ob man denn die noch nicht überbauten Gebiete im Dorf nicht einfach so lassen könnte, wie sie sind, antwortet Belz, dass der Kanton die Gemeinden für die zeit- und sachgerechte Erschliessung des Baugebietes verantwortlich mache.

Ausserdem sei die Revision des Weinfelder Erschliessungsprogramms eine Gelegenheit gewesen, «die Grundeigentümer wieder einmal zu sensibilisieren, dass es im Interesse der Gemeinde wäre, geeignete Flächen zu gegebener Zeit überbaubar zu machen.»

Gespräche geführt

An Hand eines Entwurfes für die neue Ausgestaltung des Erschliessungsprogramms habe Gemeindeammann Max Vögeli denn auch mit zahlreichen Grundeigentümern Gespräche geführt.

Auf deren Wünsche und Vorstellungen bezüglich Verkaufs- oder Überbauungsbereitschaft sowie erwünschtem Erschliessungszeitpunkt sei man eingegangen und habe die Zeittabelle, die wichtiger Bestandteil des Erschliessungsprogramms sei, entsprechend angepasst.