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WEINFELDEN: Pinot noir gibt’s nur die Hälfte

Die Winzer am Ottenberg haben mit dem Wimmet begonnen. Nach dem Frost im Frühling sorgt nun auch die Fäulnis für Ärger und reduziert den Ertrag.
Werner Lüchinger, Willi Burkhart, Valentin Hasler und Hansruedi Wolfer begutachten die Trauben anlässlich des Rebumgangs. (Bild: Mario Testa)

Werner Lüchinger, Willi Burkhart, Valentin Hasler und Hansruedi Wolfer begutachten die Trauben anlässlich des Rebumgangs. (Bild: Mario Testa)

Es ist ein schwieriges Jahr für die Weinbauern. Zuerst rafften im April fünf Frostnächte die Schösslinge an den Reben dahin, und nun droht weiteres Ungemach wegen der Fäulnis. «Die hohe Feuchtigkeit macht uns vor allem bei den Sorten mit kompakten Trauben zu schaffen», sagt Winzer Willi Burkhart. «Wenn die Sonne fehlt und es immer wieder regnet, werden die Beeren zu gross, platzen und beginnen zu faulen. Zudem besteht die Gefahr von Pilzen auf den Blättern.» Für die Winzer bedeute dies grosser Mehraufwand. Sie müssen die Reben ständig im Auge behalten und die kurzen regenfreien Momente nutzen für die Lese.

Die frühen Sorten wie Müller-Thurgau oder Pinot gris haben die Winzer am Ottenberg bereits gelesen und in die Keller gebracht, erklärten die Winzer anlässlich des traditionellen Rebumgangs der Rebbaukommission mit deren Präsident, Gemeinderat Valentin Hasler. Bei der am Ottenberg häufigsten Traubensorte, dem Pinot noir, steht die Lese noch an. «Dank der Frostruten, mit denen wir im Frühling das Schlimmste verhindern konnten, rechnen wir mit einem gewissen Ertrag. Es wird aber wohl nur die Hälfte der üblichen Menge zusammenkommen», sagt Hansruedi Wolfer.

Abwägen zwischen Reife und Ertrag

Die Herausforderung sei es nun, die Trauben so lange wie möglich reifen zu lassen und doch nicht zu lange zu warten. «Es ist ein Abwägen. Gerne würden wir die Trauben länger reifen lassen. Aber bevor sie verfaulen, lesen wir sie lieber etwas früher.» Wolfer rechnet mit Mehraufwand beim Wimmet und hat deshalb viele Helfer engagiert.

Kaum ein Problem machten dieses Jahr die Kirschessigfliegen. «Die Hitze im Juli hat den Fliegen nicht gefallen, deshalb haben wir kaum Befall. Nur entlang den Waldrändern haben wir bislang Trauben entdeckt, in welche die Fliegen ihre Eier abgelegt haben», sagt Willi Burkhart. Ebenfalls verschont blieben die Reben von Hagelschäden trotz der vielen Gewitter im Sommer.

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

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