WEINFELDEN: Passion durchs Mikrofon

Der Fussballverein sucht noch immer dringend einen Platzspeaker. Den Job macht vorläufig der Präsident.

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Marcel Gysi, Präsident des FC Weinfelden-Bürglen, im Speakerhäuschen auf der Güttingersreuti in Weinfelden. (Bild: Iliana Perera)

Marcel Gysi, Präsident des FC Weinfelden-Bürglen, im Speakerhäuschen auf der Güttingersreuti in Weinfelden. (Bild: Iliana Perera)

Was Speakerlegende Richard Fischbacher in St. Gallen ist, kann beim FC Weinfelden-Bürglen noch jemand werden. «Zurzeit bin ich oder mein Vize im Speakerhäuschen im Einsatz», sagt Marcel Gysi, Präsident des FC Weinfelden-Bürglen. Er möchte deshalb eine neue Person als Platzspeaker und als Matchberichterstatter verpflichten. Damit hätte der Präsident am Spieltag wieder mehr Zeit für die Sponsorenbetreuung.

«Der gewünschte Kandidat muss vor Publikum sprechen können, und er sollte ein gewisses Flair fürs Schreiben mitbringen», sagt Gysi. Ausserdem sollte sich ein Speaker für den Verein verpflichten. «Aber das möchten heutzutage die wenigsten.» Deshalb sei es schwierig, jemanden für diese Aufgaben zu finden.

Pro Saison werden zwanzig Spiele ausgetragen, davon zehn auswärts. «Die Bereitschaft muss schon da sein, am Wochenende auch mal irgendwohin zu fahren». Im Gegensatz zur schwer zu besetzenden Stelle als Speaker, erfreut sich der FC Weinfelden-Bürglen am neuen Kunstrasen. «Undenkbar, wenn er nicht da wäre», sagt Gysi. Die Spieler und Trainer hätten sich sehr schnell an den neuen Rasen gewöhnt und ihn zu schätzen gelernt. «Ohne ihn wäre es nicht möglich gewesen, eine so hohe Trainingsqualität im Winter zu erreichen.» Die Teams hätten grosse Fortschritte gemacht, sagt der Präsident. Die Junioren A1 und B schafften gar den Aufstieg in die Coca-Cola-Liga. Auch die erste Mannschaft des FC Weinfelden-Bürglen kämpft um den Aufstieg. Seit Saisonbeginn konnte das Team mit zehn neuen Spielern verstärkt werden. Mit Hilfe ihres neuen Trainers René Benz hofft die Mannschaft, die Saison möglichst weit vorne in der Tabelle abzuschliessen.

Iliana Perera

iliana.perera

@thurgauerzeitung.ch