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WEINFELDEN: Parallele Existenzen

An den Weinfelder Buchtagen hat Autor Peter Stamm vor 120 Zuhörern aus seinem neuen Buch gelesen.
Romanautor Peter Stamm signiert seine Bücher nach seiner Lesung im Rathaussaal. (Bild: Manuela Olgiati)

Romanautor Peter Stamm signiert seine Bücher nach seiner Lesung im Rathaussaal. (Bild: Manuela Olgiati)

In Peter Stamms aktuellem Roman «Die sanfte Gleichgültigkeit der Welt» trifft ein Mann zufällig auf sein eigenes Ich – in jung. Protagonist Christoph versucht, Einfluss zu nehmen auf das Leben seines Doppelgängers, indem er Kontakt aufnimmt zu dessen Freundin Lena. Am Freitagabend ist es still im Rathaussaal. Der Autor liest. Die Zuhörer sind Zeugen eines faszinierenden Spieles von Zeiten und Identitäten. Nähe zu entwickeln, um dann jemand anders zu sein, der man einmal war. Aber es ist auch ein Buch über das Schreiben selber.

Katharina Alder von der Buchhandlung Klappentext organisierte die zweiten Weinfelder Buchtage. Am Ende der Lesung blickt sie fragend in die Runde. Niemand stellt die erste Frage an den Autor. Etwa die, im Nachhinein im eigenen Leben Korrekturen vorzunehmen. Katharina Alder spricht autobiografische Züge an. «Nein», Persönliches und Autobiografisches gibt es bei Stamm nicht. «Obschon ich auch als Nachtportier arbeitete und früh Romane schrieb».

Carla Aubry möchte wissen, ob sich der Autor beim Schreiben überraschen lasse. «Wenn ich einmal die Entwicklung einer Geschichte kenne, mag ich keine Richtungswechsel», sagt Stamm. Jemand will wissen, ob er das Ende beim Schreibbeginn schon kenne. Nein, lautet die Antwort. Auch der Titel folgt am Schluss. Was die Geschichte bei ihm selbst bewirke, greift Alder nochmals den Faden auf. «Bin ich in einer Szene drin beim Schreiben, denke ich nie an Leser», sagt Autor Peter Stamm. Ihm gehe es darum, Figuren richtig zu entwickeln. Autoren und die Frauen wurden lebendig. Das Interpretieren bleibt dem Leser frei überlassen.

Manuela Olgiati

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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