WEINFELDEN: Kein Leistungsabbau für die Bevölkerung

In der Budgetdebatte vom 1. Dezember hat das Gemeindeparlament den Steuerfuss von 65 auf ­ 60 Prozent reduziert. Damit sinken die Steuereinnahmen 2017 voraussichtlich um eine halbe Million.

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Der Entscheid des Weinfelder Gemeindeparlamentes an der Budgetdebatte vom 1. Dezember hat dem Gemeinderat einen dicken Strich durch die Rechnung beziehungsweise durch das Budget gemacht. Der Gemeinderat hatte beantragt, den Steuersatz der Politischen Gemeinde um 3 auf 62 Prozent zu reduzieren, das Parlament beschloss jedoch, den Steuersatz um 5 auf neu 60 Prozent zu senken. Damit steigt der vorgesehene Aufwandüberschuss im Budget 2017 auf rund 1,2 Millionen Franken. Der Gemeinderat hatte für 2017 mit einem Verlust von 721000 Franken gerechnet.

Geht der Gemeinderat angesichts der neuen Ausgangslage nochmals über die Bücher? «Nein», sagt Gemeindepräsident Max Vögeli. «Wir haben bei der Erarbeitung des Budgets 2017 bereits Sparrunden durchgeführt. Wir haben, wie in anderen Jahren auch, bereits im Vorfeld versucht, die Zitrone auszupressen.» Es gebe sicher keinen Leistungsabbau für die Bevölkerung, betont der Gemeindepräsident. Falls das Defizit tatsächlich in der prognostizierten Höhe ausfallen würde, müsste das Eigenkapital der Politischen Gemeinde entsprechend abgebaut werden.

Esther Simon

esther.simon

@thurgauerzeitung.ch