WEINFELDEN: Käsien will keine faden Sachen

Für einmal gehörte die Bühne im Theaterhaus der jungen Generation. Schüler der Musikschule Weinfelden führten das Stück «Max und die Käsebande» auf.

Monika Wick
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Die Bösewichte Rolly Harzer und Yogi Yoghurt sind gefangen. (Bild: Monika Wick)

Die Bösewichte Rolly Harzer und Yogi Yoghurt sind gefangen. (Bild: Monika Wick)

WEINFELDEN. In Käsien, dem Reich von Käsekönig Kurt, haben Yogi Yoghurt und Rolly Harzer unrechtmässig das Regiment an sich gerissen. Ihr Ziel ist es, die Vielfalt an schmackhaften Käsesorten durch den geschmacklosen, farblosen und faden Einheitskäse zu ersetzen. In ihrer Verzweiflung verbünden sich Käseproduzentin Molly Appenzell und ihre Kolleginnen mit Max und seiner Käsebande.

Diese Geschichte aus der Feder von Peter Schindler haben Schülerinnen und Schüler der Musikschule Weinfelden unter der Regie von Marina Santella zum Leben erweckt und am Freitag, Samstag und Sonntag im Theaterhaus Thurgau aufgeführt. Mit grossem Engagement und schauspielerischem Talent haben sie die Milch- und Käsebande, Don Mascarpone, Prinzessin Mozzarella und weitere Charakteren verkörpert.

Mit Freude und Leichtigkeit

Ein gutes Händchen haben die jungen Schauspieler auch bei der Kostümwahl bewiesen. Die Gewänder betonten die Wesen der einzelnen Rollen. Am bemerkenswertesten waren aber die Freude und die Leichtigkeit, mit welcher die 19 Mädchen und ein Junge die Rollen spielten oder mit Tanzeinlagen bereicherten.

Für den Kulissenumbau musste die Geschichte nie unterbrochen werden. Die Kinder erledigten das ganz professionell während des Geschehens. Musikalisch begleitet wurde die Aufführung von vier jungen Musikern und zwei talentierten Sängerinnen mit mitreissenden, modernen Melodien und Texten. Nachdem das Publikum das Ensemble mit einem tosenden Applaus verabschiedet hatte, waren später auch im Foyer nur lobende Kommentare auszumachen.

Proben laufen seit August

«Die Proben für das Stück haben im August letzten Jahres begonnen», erklärte der stellvertretende Musikschulleiter Samuel Forster. Zuerst haben die Gruppen unter der Leitung von Judith Zürcher, Joelle Neagu, Lukas Meier und Emmanuell Ramos Theater, Tanz, Musik und Gesang gesondert geprobt. Erst während der letzten drei Wochenenden wurde das Ganze zusammengefügt.