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WEINFELDEN: Jetzt betritt Marvel Boy die grosse Bühne

Der von Matthias Gehring erfundene Softeis-Roboter ist eine Weltneuheit. Der Gemeindepräsident von Hauptwil-Gottshaus hat ihn mit chinesischen Computerfachleuten entwickelt. An der Gourmetmesse Schlaraffia erhält Marvel Boy Gelegenheit, seine Fähigkeiten öffentlich unter Beweis zu stellen.
Georg Stelzner
Erfinder Matthias Gehring erklärt Dominique Bornhauser aus Weinfelden die Funktionsweise des Softeis-Roboters. (Bild: Reto Martin)

Erfinder Matthias Gehring erklärt Dominique Bornhauser aus Weinfelden die Funktionsweise des Softeis-Roboters. (Bild: Reto Martin)

WEINFELDEN. «Ich präsentiere Marvel Boy erstmals an einer so grossen Veranstaltung und freue mich riesig», sagt Matthias Gehring mit leisem Stolz. Der Auftritt in Weinfelden sei aufgrund der Thematik, mit der sich die Messe befasst, eine ideale Gelegenheit, Marvel Boy einer breiten Öffentlichkeit vorzustellen.

Mehr als ein Automat

Vor seiner Wahl zum Gemeindeoberhaupt von Hauptwil-Gottshaus hat Gehring, der Wirtschaftsinformatik studiert hat, ein Modellbaugeschäft geführt. Sich technischen Herausforderungen zu stellen, ist nach wie vor seine grosse Passion. Der Roboter ist Gehrings bislang spektakulärster Wurf. Bei diesem Projekt habe er sich selber verwirklichen können, führt Gehring aus. «Marvel Boy ist aber nicht einfach ein Automat», betont der Tüftler. «Vielmehr handelt es sich um einen Roboter, der imstande ist, sämtliche Arbeitsgänge von der Zusammenstellung bis zur Ausgabe der Glace selber vorzunehmen.»

Kunden können auswählen

Die Fähigkeiten des ersten vollautomatischen Softeis-Roboters der Welt sind verblüffend: Die Kunden können zwischen diversen Sorten von Softeis, Saucen und Streusel aussuchen und zudem noch wählen, ob sie die Glace lieber in einem Becher oder in einem Cornet bekommen wollen. Marvel Boy kann aber noch mehr. Er ist nach den Worten Gehrings auch ein begnadeter Showman, «denn er verrichtet seine Arbeit tanzend, und dies im Takt zu einem Song». Von all diesen Fähigkeiten können sich Besucher der Wein- und Gourmetmesse Schlaraffia bis Sonntag selber überzeugen.

China-Connection

Gehrings Erfindung erblickte 2015 nach einer zweijährigen Entwicklungsphase das Licht der Welt. Eine leichte Geburt sei es nicht gewesen, räumt Gehring unter Hinweis auf die komplexe Aufgabenstellung ein. Erschwerend habe sich die grosse Entfernung zwischen ihm und seinen Partnern in China ausgewirkt.

Zum Einsatz gekommen ist der Roboter bisher an 30 Anlässen, teils im Dienste von Catering-Firmen, aber auch an diversen Festen. Die Feuertaufe erlebte er im Vorjahr im Gossauer Walter-Zoo. Marvel Boy kann gemietet oder gekauft werden. Für letzteres müsste man allerdings rund 150 000 Franken ausgeben.

TV-Sendung aufgezeichnet

Selbst in Deutschland ist man auf den vielseitig begabten Roboter aufmerksam geworden. Auf Einladung eines Fernsehsenders weilte Gehring kürzlich in Köln, wo er Gelegenheit erhielt, Marvel Boy vorzustellen. «Die Sendung soll im Laufe des nächsten Sommers ausgestrahlt werden», kündigt Gehring an.

Wie es mit der Erfindung weitergeht, steht laut Gehring in den Sternen. «Ich überlege mir, ob es eine Weiterentwicklung geben wird oder ob ich es beim Prototypen belassen soll», erklärt der Daniel Düsentrieb unter Thurgaus Gemeindepräsidenten.

E-Mail: info@marvelboy.ch; Telefon: 079 945 33 84

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