WEINFELDEN: Ihr Herz schlägt für Mangroven

Lehrerin Elisabeth Fahrni Mansur lebt seit über 15 Jahren in Bangladesch. Dort forscht sie und betreibt Naturschutz.

Iliana Perera
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Elisabeth Fahrni Mansur informiert junge Bengalen in ihrer Ausstellung «Healthy Ocean – Healthy People» über Meeresriesen. (Bild: PD)

Elisabeth Fahrni Mansur informiert junge Bengalen in ihrer Ausstellung «Healthy Ocean – Healthy People» über Meeresriesen. (Bild: PD)

Die Ferien in der Schweiz geniesst Elisabeth Fahrni Mansur. Wieder hier zu leben ist aber keine Option mehr für die 43-Jährige. Schon bevor sie vor über 15 Jahren –als sie ihren Lehrerinnen-job in Weinfelden an den Nagel hängte – nach Bangladesch ­umsiedelte, verbrachte sie viel Zeit in diesem Land. Auch ihren Mann Rubaiyat Mowgli hat sie dort kennen gelernt. «Uns war von Anfang an klar, dass unsere Zukunft in Bangladesch sein würde», sagt Fahrni Mansur. Gemeinsam haben sie ihre Leidenschaft für den Mangrovendschungel (Sundarbans) und dessen Schutz ausgelebt.

Seit über zehn Jahren leitet die in der Schweiz Geborene mit ihrem Mann ein Team von Forschern und Naturschützern. Durch ihre intensive Arbeit schaffen sie Arbeitsplätze für einheimische Studenten in den Bereichen Umweltforschung und Bildung, die bislang in Bangladesch unterentwickelt waren. «Das bedeutet mir sehr viel», sagt Fahrni Mansur. Zwar müsse sie sich inzwischen auch mehr mit administrativen und organisatorischen Aufgaben abgeben, aber das Ergebnis Ihrer Arbeit treibt sie stets an. «Ich liebe meine Arbeit, weil sie mich immer wieder aufs Neue fordert.»

Zu den Meilensteinen ihrer Forschungsarbeit in den vergangenen Jahren zählt unter anderem die Errichtung dreier neuer Schutzgebiete für bedrohte Flussdelfine in den Sundarbans. Diese wurden aufgrund der Empfehlungen von Elisabeth Fahrni und ihrem Forschungsteam an die ­Regierung von Bangladesch geschaffen. Ausserdem hat die intensive Forschung im Golf von Bengalen zur Entdeckung von sieben Delfinarten und zwei Walarten und deren bevorzugten Lebensräumen geführt.

Iliana Perera

iliana.perera@thurgauerzeitung.ch