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WEINFELDEN: Grosse Gefühle auf dem Riesenrad

Das Stapferhaus Lenzburg, eine Institution an der Schnittstelle von Kultur und Wissenschaft, sammelt an der Wega Stimmen aus der Heimat. Mit dabei sind die «Trauben»-Wirtin Olivia Langer und der Sportler Abel Mulugeta.
Thorsten Hainke
Die Heimatgondel ist auch auf dem Riesenrad an der Wega im Einsatz. Das Stapferhaus Lenzburg befragt Besucherinnen und Besucher zu ihren Heimatgefühlen. (Bild: PD)

Die Heimatgondel ist auch auf dem Riesenrad an der Wega im Einsatz. Das Stapferhaus Lenzburg befragt Besucherinnen und Besucher zu ihren Heimatgefühlen. (Bild: PD)

WEINFELDEN. «Was ist Heimat für Dich?» Diese Frage stellt das Stapferhaus Lenzburg gerade auf zahlreichen Jahrmärkten und Messen in der ganzen Schweiz. Nach der ersten Hälfte der Entdeckungsreise erreicht das Projekt «1001 Heimat» nun den Kanton Thurgau: Am 30. September und am 1. Oktober erhalten an der Wega nach dem Mittagessen vereinzelte Besucherinnen und Besucher eine spontane Einladung, um auf dem Riesenrad von ihren Heimatgefühlen zu erzählen. Zu Wort kommen dann auch drei regionale «Heimat-Originale» mit einer besonders spannenden Heimatgeschichte.

In Weinfelden sind das der Langstreckenläufer und Gewinner der letzten beiden Wega-Läufe, Abel Mulugeta, die erblindete Laila Grillo und die Wirtin des Gasthauses zum Trauben, Olivia Langer. Nach sieben der insgesamt zwölf Tournée-Stationen steht fest: Die Bereitschaft der Bevölkerung, über Heimat zu sprechen, ist gross. Ebenso gross sind auch die Unterschiede der bereits gesammelten Heimatstimmen, die intime Einblicke ins Seelenleben der Befragten geben und bereits auf 1001heimat.ch zu finden sind.

Geräusche, Gerüche und Geschmäcker

Als Kind erblindet, ist Heimat für Laila Grillo zunächst dort, wo sie sich so gut auskennt, dass sie sich ohne Hilfe bewegen kann – so wie in dem kleinen Ostschweizer Dorf, in dem sie aufgewachsen ist. Um Heimat aber richtig fühlen zu können, braucht es für die Tochter italienischer Einwanderer noch mehr, zum Beispiel einen Biss in einen «Chäsfladä» oder einen guten Schluck Espresso: eben alles, was mit Geräuschen, Gerüchen und Geschmäckern zu tun hat.

Wer mehr in der Gaststube als im heimischen Wohnzimmer (das sich im gleichen Haus befindet) zu Hause ist, dem müssen Menschen wichtig sein. So kommen bei Olivia Langer, seit mittlerweile 30 Jahren die Wirtin des Gasthauses zum Trauben, natürlich auch im Zusammensein mit manchen Stammgästen Heimatgefühle auf. Dies passiere jedoch auch bei Liedern von Reinhard Mey oder Herbert Grönemeyer und bei Büchern, mit denen sie während Reisen in die Kultur des Landes abtaucht. Die ursprüngliche Heimat von Abel Mulugeta ist Eritrea. Als einer der besten schweizweiten U20-Mittel- und -Langstreckenläufer hat er nun den Schweizer Pass beantragt, um auch Rennen für seine neue Heimat zu gewinnen. Gleichzeitig will er damit auch seiner Mutter etwas zurückgeben, die vor fünf Jahren für ihn und den Rest der Familie in die Schweiz geflüchtet ist. Integration bedeutet für den jungen Weinfelder, die Kultur und Mentalität des Landes zu kennen. Und Freunde, die er mittlerweile über das Lauftraining gefunden hat. Nach der Wega in Weinfelden wird das Stapferhaus für die Heimatstimmensuche nochmals in die Ostschweiz zurückkehren, wenn sich rund zwei Wochen später das Riesenrad auf der Olma in St. Gallen dreht. Einen Zusammenschnitt der besten Stimmen der ersten Tournéestandorte Lenzburg, Thun, Olten und Wetzikon sowie deren «Heimat-Originale» gibt es auf 1001heimat.ch zu entdecken.

«1001 Heimat. Eine Entdeckungsreise.» Am 30. September und 1. Oktober an der Wega in Weinfelden.

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