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WEINFELDEN: Festliche Einstimmung

Viel Beifall in der vollbesetzten katholischen Kirche Weinfelden: Der Projekt-Kirchenchor gab für den neugegründeten Pastoralraum Thurgau Mitte am Freitagabend ein Festkonzert.
Manuela Olgiati
Der Festchor und das Ad-hoc-Orchester in der katholischen Kirche in Weinfelden. (Bild: Manuela Olgiati)

Der Festchor und das Ad-hoc-Orchester in der katholischen Kirche in Weinfelden. (Bild: Manuela Olgiati)

Manuela Olgiati

weinfelden@thurgauerzeitung.ch

Am Sonntag fand ein feierlicher Gottesdienst zur Eröffnung des Pastoralraumes Thurgau Mitte mit Bischof Felix Gmür in der katholischen Kirche Sulgen statt. Das Konzert vom Freitag bildete die festliche Einstimmung dazu. Die beiden katholischen Kirchenchöre von Weinfelden und Sulgen wurden verstärkt durch weitere Gastsängerinnen und Sänger. Zusammen hatten sie unter der Leitung von Dirigentin Manuela Eichenlaub zwei anspruchsvolle Werke einstudiert. Die 100 Sängerinnen und Sänger zeigten eine überzeugende Leistung. Die präzisen Einsätze, die grosse dynamische Bandbreite und der homogene Gesamtklang wurden mit viel Applaus belohnt. Die erfahrene Chorleiterin dirigierte bestimmt.

Die Solisten sorgten für Hörerlebnisse. Kräftig, mit klarem Volumen präsentierte sich Tenor Maximilian Vogler. Sein Pendant bildete der Bass Johannes Hill. Aus den Reihen der Chormitglieder wirkten als Solisten Hanspeter Schär und Thomas Schürpf. In wunderbar weich schattiertem Klang interpretierte die erst 24-jährige Altistin Nora Steuerwald ihren Part. Solistin Mechthild Bach brillierte im Sopran.

Zwei unterschiedliche Chorwerke

Vor Beginn des Konzertes begrüsste Markus Meier, Präsident der Kirchenvorsteherschaft Weinfelden, die Anwesenden. Als Einstimmung gab er den Zuhörern ein paar Worte zu den folgenden Stücken mit. «Die Entstehungsgeschichte der beiden Werke ist unterschiedlich», sagte Meier. Während Mendelssohn 1837 den 42. Psalm «Wie der Hirsch schreit» in Martin Luthers Übersetzung auf seiner Hochzeitsreise mit der Pfarrerstochter Cécile Jeanrenaud vertonte, komponierte Antonin Dvorák im Jahre 1887 die Messe in D-Dur opus 86. Diese Messe nehme eine Sonderstellung ein. Denn obwohl sie formal gross angelegt wurde, war sie nur für eine kleine Besetzung gedacht. Dvorák komponierte das Werk im Auftrag des berühmten Architekten Hlavaka zur Einweihung der Schlosskapelle. Als Gesamtwerk überzeugte es durch einige volkstümliche Partien und harmonischen Reichtum.

Anspruchsvolle Partien lockten

Die beiden Chorwerke zeichneten Bilder vom Leiden, auch vom Glauben an Gott und der Hoffnung. Die Freuden der Auferstehung werden instrumental eindrücklich interpretiert. Neben den schönen Stimmen leisteten die 30 Musiker des Ad-hoc-Orchesters ein grossartiges Zusammenspiel hochstehender Musik. Zum Schlussapplaus erhoben sich alle Zuhörer von den Bänken und spendeten Chor und Orchester tosenden Applaus.

Beim Apéro im Kirchgemeindehaus wurden die festlichen Klänge und die Vorfreude auf den Festgottesdienst thematisiert. Alt Pfarrer Albin Studer aus Sulgen rühmte das für ihn unbekannte Werk von Dvorák. Lucia Grünenfelder, die Präsidentin des katholischen Kirchenchores Weinfelden, freute sich, dass die anspruchsvollen Partien so gut gelungen sind.

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