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WEINFELDEN: Exekutive erhebt Einspruch gegen die Baupläne der SBB

Der Weinfelder Gemeinderat macht Nägel mit Köpfen. Er hat an seiner Sitzung vom 22. März beschlossen, Einsprache gegen das Bauvorhaben der SBB am Bahnhof Weinfelden zu erheben. Das schreibt er in einer Antwort auf den Offenen Brief der Grünen Veronika und Franz Portmann.
Mario Testa
Hier wird es eng: Bis zum Grünstreifen reicht künftig das Aussenperron am Weinfelder Bahnhof. Der Abstand zur Schützenstrasse wird kleiner. (Bild: Mario Testa)

Hier wird es eng: Bis zum Grünstreifen reicht künftig das Aussenperron am Weinfelder Bahnhof. Der Abstand zur Schützenstrasse wird kleiner. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Die beiden hatten 100 Unterschriften gesammelt, um ihre Forderung – der Gemeinderat solle eine sichere Nord-Süd-Verbindung für Velofahrer in die Planung des Bahnhofprojekts der SBB einbeziehen – zu untermauern. Schon der Verband Pro Velo Thurgau hatte dies gefordert.

Es gibt keine Velounterführung

Um eine Unterführung für Velofahrer geht es der Weinfelder Exekutive jedoch nicht mit ihrem Einspruch gegen das Bahnhofprojekt der SBB, wie aus der ausführlichen Antwort auf die Forderung Portmanns hervorgeht. «Eine solche Massnahme existiert im Konzept Langsamverkehr nicht», der Gemeinderat habe sie deshalb auch nicht gefordert, steht da. Vielmehr hätten Vertreter der SBB an einer Besprechung am 16. März betont, dass der Gemeinderat Einsprache erheben müsse, wolle er andere Änderungen am Projekt überhaupt noch einbringen.

Wie sich nun herausstellt, hatte die Projektleitung der SBB an der Sitzung im Oktober bereits ein fixfertiges Auflageprojekt präsentiert. Das bestätigt SBB-Mediensprecher Reto Schärli gestern auf Anfrage. Damals sei dieser Umstand dem Gemeinderat aber verschwiegen worden, kritisiert dieser nun scharf. «Die Vertreter der Gemeinde fühlen sich in diesem Punkt und auch in der Art, wie mit ihren Anliegen umgegangen wurde, von der SBB verschaukelt», steht in der Mitteilung von Gemeindepräsident Max Vögeli und Gemeindeschreiber Reto Marty. Deshalb erhebe der Gemeinderat ohne schlechtes Gewissen Einspruch.

Abstand zur Strasse ist zu klein

In mehreren Punkten verlangt der Gemeinderat Änderungen der SBB-Pläne: Inakzeptabel seien die geplanten Abstände zwischen der Schützenstrasse und dem verlängerten Perron am Gleis 5 sowie den dort geplanten Veloabstellplätzen. Dazu sei unter anderem auch beim Landabtausch noch keine abschliessende Regelung getroffen, und es sei kurzfristig gedacht von den SBB, die neue Unterführung erneut nur in der Mindestbreite von fünf Metern zu bauen.

Die SBB haben Verständnis dafür, dass die Gemeinde Weinfelden Einsprache erheben will, um ihre Interessen zu wahren. «Die SBB sind auch bereit, ihren Beitrag zu einer konstruktiven Lösung zu leisten», sagt SBB-Mediensprecher Reto Schärli.

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