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WEINFELDEN: Essen wie bei Mamma

Eigentlich wollte sich Giuseppe Storniolo nie selbständig machen. Trotzdem führt er Giusis Bistro an der Frauenfelderstrasse. Ein Sinneswandel, der sich als Gewinn für die Stadt erweist.
Esther Simon
Gastgeber Giuseppe Storniolo und Köchin Yvonne Kappeler am Montagnachmittag in Giusis Bistro. (Bild: Mario Testa)

Gastgeber Giuseppe Storniolo und Köchin Yvonne Kappeler am Montagnachmittag in Giusis Bistro. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Es war einmal ein Koch. Der hiess Giuseppe Storniolo und wohnte in Weinfelden. Er war zufrieden mit sich und der Welt. Nie im Leben hätte er ein eigenes Geschäft haben wollen. Doch dann sah er, dass an der Frauenfelderstrasse 3 ein Bistro entsteht. Der Rest ist Geschichte. An der Wega fand die Eröffnung des Bistros statt, mit Storniolo als Pächter. «Es war Liebe auf den ersten Blick, wie bei meiner Frau.» Storniolo erkundigte sich, nachdem er die Baustelle gesehen hatte, nach dem Besitzer der Liegenschaft und traf auf den Weinfelder Unternehmer und Gemeindeparlamentarier Marcel Preiss. «Es ist super, wir haben uns sofort verstanden, wir haben die gleiche Wellenlänge», sagt Storniolo. Die beiden verbindet die Zuneigung zum Echten, zum Schönen, zur Qualität.

Diese Zuneigung spiegelt sich im Interieur wieder. Die meisten Einrichtungsgegenstände hat Storniolo in Brockenhäusern der Umgebung gefunden: Von den Stühlen der verschiedensten Stilrichtungen über das Geschirr bis hin zu Messern und Gabeln. Er hat alles mit sicherem Geschmack arrangiert. Sein grosser Stolz ist der Saal, den er nach beiden Seiten öffnen kann und der Platz für 50 bis 60 Personen bietet. «Ich könnte mir gut vorstellen, dass hier Apéros stattfinden, das Zimmer für zivile Trauungen ist ja ganz in der Nähe», sagt Storniolo mit einem Augenzwinkern.

Eine Vitrine der Bürgergemeinde

Auffallend im Saal und im Bistro sind die vielen alten Bilder von Weinfelden, die an den Wänden hängen. Im Bistro steht eine Vitrine, in der die Bürgergemeinde historische Gegenstände ausstellen kann. Storniolo und sein Team bieten am Mittag Menus für den kleinen und den grossen Hunger an. Köchin Yvonne Kappeler macht alles selber, wobei sie regionale Zutaten verwendet – essen also wie bei Mamma. Dass nur frische Ware verarbeitet wird, ist Ehrensache. «Ich koche so seit gefühlten hundert Jahren», sagt Storniolo, der in der «Krone» in Gottlieben die Kochlehre gemacht hat und anschliessend an verschiedenen Orten arbeitete, unter anderem im «Dolder» in Zürich und in Dubai. Sich mit anderen Speiserestaurants auf dem Platz Weinfelden zu messen, käme ihm allerdings nicht in den Sinn. Im Bistro haben dreissig Personen Platz. Storniolos Ziel ist, das Lokal mit Leben zu füllen. «Deshalb haben wir auch ein paar grosse Tische hineingestellt. Das ist doch schön, wenn die Leute zusammen essen.» Storniolo und Gästebetreuerin Livia Rohner wollen mit kleinen Aufmerksamkeiten die Leute verwöhnen – mit gratis Lesebrillen (an einer Wand hängen bereits ein paar Zeitungen), mit gratis Sirup für Kinder und Hundesnacks für vierbeinige Begleiter. Mit dem Geschäftsgang ist Storniolo zufrieden. Ein grosses Lob bekommt Ehefrau Claudia Storniolo, die für das Administrative zuständig ist. «Ohne sie könnte ich es gar nicht machen», sagt der Pächter anerkennend.

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