WEINFELDEN: Eine elegante Lösung

Die stark wachsende Musikschule kann künftig auch ihr Nachbargebäude an der Ringstrasse 2 nutzen. Das hat das Gemeindeparlament an seiner Sitzung von gestern Donnerstagabend beschlossen.

Esther Simon
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Die Weinfelder Musikschule (links) kann künftig auch das Gebäude in der Mitte für ihre Zwecke nutzen. (Bild: Andrea Stalder)

Die Weinfelder Musikschule (links) kann künftig auch das Gebäude in der Mitte für ihre Zwecke nutzen. (Bild: Andrea Stalder)

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung.ch

In einer Zeit, in der das Dorf vom Baufieber arg durchgeschüttelt wird, haben der Gemeinderat und das Parlament eine elegante Lösung gefunden: Die Musikschule Weinfelden kann künftig ein weiteres Gebäude nutzen, ohne dass sie einen Neubau erstellen muss. Konkret geht es um das Gebäude an der Ringstrasse 2, das Nachbargebäude der Ringstrasse 4, in dem die Musikschule jetzt schon wirkt. Möglich gemacht hat diese elegante Lösung das Gemeindeparlament, indem es an seiner Sitzung von gestern Donnerstagabend den Antrag des Gemeinderates genehmigte und der Stiftung Musik und Tanz das Baurecht an der Liegenschaft Ringstrasse 2 einstimmig einräumte. Zuvor hatte das Parlament ebenfalls einstimmig den Kredit von 530 000 Franken für die Überführung der Liegenschaft Ringstrasse 2 aus dem Landkreditkonto in das Finanzvermögen bewilligt. Schliesslich genehmigte das Parlament ebenfalls einstimmig auch die Angleichung der Baurechtsverträge auf den Liegenschaften Ringstrasse 2 und 4. «Die Musikschule ist ein Leuchtturm im Dorf», sagte Fritz Streuli, SP. Er gratulierte dem ­Gemeinderat zu seinem vorausschauenden Handeln. Der Gemeinderat habe die Liegenschaft an der Ringstrasse 2 tatsächlich in einem geschickten Zeitpunkt erworben, sagte Elsi Bärlocher, SVP. Die Gemeinde habe damit ein deutliches Zeichen in der Unterstützung der Kultur gesetzt.

Wertschätzung für Arbeit der Musikschule

Der Freisinnige Beat Brüllmann lobte die Transparenz des Gemeinderates. Er dankte dem ­Gemeinderat namens der FDP-Fraktion auch für die Wertschätzung «für die immense Arbeit, welche die Musikschule leistet». Doch über die zahlreichen Lobesworte hatte sich der Gemeinderat zu früh gefreut. Am Kredit von insgesamt 280000 Franken für den Ausbau der Muggenwinkelstrasse entzündete sich eine lebhafte und lange Diskussion, die im Rückweisungsantrag von Adrian Caramaschi, SP, gipfelte. Der Antrag wurde denn auch angenommen, wobei der Stichentscheid des Parlamentspräsidenten Martin Müller, Grüne, den Ausschlag gab. Da nützten alle Beteuerungen von Gemeinderat Walter Strupler, SVP, der Gemeinderat habe bei dieser Vorlage ganzheitlich gedacht, nichts mehr. Der Gemeinderat muss nun einen Kredit für eine gesamtheitliche Erschliessung des Gebietes vorlegen. Caramaschi hatte dem Gemeinderat vorgeworfen, er baue Strassen auf Vorrat. In dieses Horn hatte zuvor unter anderem auch Manuel Strupler, SVP, gestossen.