WEINFELDEN: Ein Rückzug im Frieden

Katharina Alder (Grüne) hat an der Bochselnachtsitzung von gestern Abend den Antrag auf Bildung einer parlamentarischen Ortsbus-Kommission zurückgezogen. Nun wirkt die gemeinderätliche Arbeitsgruppe.

Esther Simon
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«Freut Euch des Lebens», sangen Weinfelder Schüler gestern Abend vor dem Rathaus. (Bild: Reto Martin)

«Freut Euch des Lebens», sangen Weinfelder Schüler gestern Abend vor dem Rathaus. (Bild: Reto Martin)

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung.ch

Das Thema Ortsbus liess dem Parlament auch an seiner Bochselnachtsitzung von gestern Abend keine Ruhe. Obschon der Gemeinderat bereits eine Arbeitsgruppe eingesetzt hat, hatte Katharina Alder (Grüne) an der Parlamentssitzung vor 14 Tagen den Antrag auf Bildung einer parlamentarischen Kommission eingereicht. Der Gemeinderat hatte allerdings inzwischen bekanntgegeben, dass er auch Parlamentarier in diese Arbeitsgruppe einbinden will. Deshalb zog Alder ihren Antrag gestern zurück. Damit bleibt dem Dorf ein unnötiger Kompetenzstreit zwischen Parlament und Exekutive erspart, die Kirche bleibt schön im Dorf, und die bisher achtköpfige gemeinderätliche Arbeitsgruppe kann in neuer Zusammensetzung zu wirken beginnen. Erweitert wird die Arbeitsgruppe durch die Parlamentarier Heinz Schadegg, SVP, Lukas Madörin, EDU, und Katharina Alder, wie Parlamentspräsident Martin Müller (Grüne) bekanntgab.

Vermutlich im September vor dem Parlament

Auch ganz am Schluss der Sitzung war der Ortsbus nochmals ein Thema, als Susanna Brüschweiler und Marianne Scherrer, beide EVP, den Gemeinderat fragten, wann das Projekt vor das Parlament komme. Das werde voraussichtlich im September der Fall sein, sagte Gemeinderat Hans Eschenmoser, SVP. Die Arbeitsgruppe werde voraussichtlich im Januar ihre erste Sitzung abhalten. Zuvor hatte Gemeindepräsident Max Vögeli den Finanzplan 2018 bis 2021 dem Parlament zur Kenntnisnahme unterbreitet. Beim Investitionsplan erkundigte sich Fritz Streuli, SP, nach dem Stand des Hochwasserschutzes an der Thur. Das Einspracheverfahren sei noch im Gang, sagte Gemeinderat Walter Strupler, SVP. Zuvor hatte das Parlament zwei Frauen mit unterschiedlichen Resultaten eingebürgert. Und Gemeinderäte und Parlamentarier hatten dem Gesang der Kinder gelauscht, die, mit wunderschönen Laternen und Bochsellichtern ausgestattet, wie seit vielen Jahren schon das Lied «Freut Euch des Lebens» vor dem Rathaus sangen. Offenbar weckte dieser Gesang patriotische Gefühle; denn Daniel Engeli, SVP, machte beliebt, das Parlament solle doch im kommenden Jahr unbedingt an einem Dorfrundgang teilnehmen.