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WEINFELDEN: Ein Investor zieht mit

Die Fundamenta Group will der Gemeinde ihre Liegenschaften an der Bankstrasse abkaufen und dort Wohnungen und Gewerberäume bauen. Nun drängt die Zeit. Bis Ende Jahr muss die Umzonung durch sein.
Mario Testa
Soll einer Überbauung mit Wohnungen und Geschäften weichen: die Gebäude an der Bankstrasse 6 und 8, vom ehemaligen Jugendtreff über das alte Feuerwehrdepot bis zum ehemaligen Polizeiposten. (Bild: Mario Testa)

Soll einer Überbauung mit Wohnungen und Geschäften weichen: die Gebäude an der Bankstrasse 6 und 8, vom ehemaligen Jugendtreff über das alte Feuerwehrdepot bis zum ehemaligen Polizeiposten. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa@thurgauerzeitung.ch

Für den Gemeindepräsidenten war es keine einfache Aufgabe, Investoren für die Bankstrasse zu finden. «Sie haben mir die Bude also nicht eingerannt», sagt Max Vögeli. «Drei mögliche Investoren –darunter auch eine regional ansässige Wohnbaugenossenschaft– sprangen nach ersten Gesprächen auch wieder ab.» Gründe für die Absagen seien ein zu kleines Investitionsvolumen oder eingeschränkte bauliche Möglichkeiten gewesen. Auch potenzielle Anbieter eines Quartierladens wie Coop oder Volg hätten abgesagt.

Ein Investor aber ist gewillt, der Gemeinde die beiden Parzellen mit dem ehemaligen Jugendtreff, dem alten Feuerwehrdepot und dem ehemaligen Polizeiposten abzukaufen. Die in Zug ansässige Fundamenta Group will dort Wohn- und Gewerberäume erstellen. «Ich bin sehr zufrieden, dass wir nun einen Investor gefunden haben, gerade in der momentanen Wohnraumsituation und bei den schwierigen Rahmenbedingungen», sagt Vögeli.

Politische Hürden und ein unterirdischer Bach

Die schwierigen Rahmenbedingungen sind einerseits die noch anstehenden politischen Hürden, andererseits der Harmoniebach. Dieser verläuft im östlichen Bereich eingedolt unter der Parzelle durch und verunmöglicht eine Unterkellerung oder eine Tiefgarage. Durch eine Aufteilung in ein kleines Gebäude ganz am östlichen Rand und ein lang gestrecktes im Westen mit Tiefgarage und Keller, wollen die Investoren dieses Problem umgehen, da der Bach dann zwischen den beiden Gebäuden verlaufen würde.

Eine grössere Hürde könnten die politischen Entscheide werden, zumal die Zeit drängt. «Eine Überbauung kann erst nach Umzonung und Verkauf der beiden Parzellen erfolgen», sagt Max Vögeli. Aus der Zone für öffentliche Bauten soll eine dreigeschossige Dorfzone werden. «Und für die Investoren ist wichtig, dass diese Umzonung auf den 1. Januar 2019 rechtskräftig wird. Das ist ein sportliches Ziel, aber realistisch.» Es sei für den Gemeinderat nun wichtig, die Zeit für die entscheidenden politischen Weichenstellungen zu nützen.

Die Umzonung der Parzellen soll im Zuge der Totalrevision der Ortsplanung vollzogen werden. «Im Juni findet im Gemeindeparlament die zweite Lesung statt. Danach hat der Kanton ein halbes Jahr Zeit, den Ortsplan zu prüfen und zu bewilligen», sagt Vögeli.

Baueingabe und Verkauf Anfang 2019

Noch vor den Sommerferien soll eine Machbarkeitsstudie erstellt und dann eine Absichtserklärung für den Kaufvertrag mit den Investoren unterzeichnet werden. Im Herbst müssen Gemeinderat und Gemeindeparlament dem Verkauf noch zustimmen. «So könnte Anfangs 2019 die Baueingabe erfolgen und der Kaufvertrag unterzeichnet werden», sagt der Gemeindepräsident. Gute Nachrichten also für den Feuerwehrverein und die Kerzenküche. Sie dürfen diese Saison noch im Feuerwehrdepot bleiben.

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