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WEINFELDEN: Ein Hauch von Hollywood

Mehrere hundert Fotofreaks pilgerten am Wochenende an die zweiten «Photo Days» im Thurgauerhof Weinfelden. Der ehemalige Fotoflohmarkt bekommt mit dem Schwerpunkt digital – Aufnahme und Bearbeitung – ein neues Image.
Rudolf Steiner
Ein Fotograf lichtet ein Model ab und wird dabei selber fotografiert. (Bild: Rudolf Steiner)

Ein Fotograf lichtet ein Model ab und wird dabei selber fotografiert. (Bild: Rudolf Steiner)

WEINFELDEN. Mit dem Aufkommen der digitalen Fotografie hat sich die Zahl der Schnäppchenjäger an Fotoflohmärkten massiv verringert. Viele Flohmärkte gibt es nicht mehr. Das gleiche Schicksal blüht in den kommenden Jahren auch dem traditionellen Fotoflohmarkt des Foto-Clubs Weinfelden. «Wir haben noch genügend Interessenten für die 50 angebotenen Tische gefunden», sagt Bruno Birkhofer, Fotograf und Webdesigner aus Weinfelden. «Wir haben dieses Jahr auch verschiedene neue Anbieter im Thurgauerhof und hoffen natürlich auf ein grosses Interesse beim Publikum.»

Nach der Einschätzung von Andreas Spielmann, dem Präsidenten des organisierenden Foto-Clubs Weinfelden, hält sich der Publikumsaufmarsch etwa auf dem gleichen Niveau wie letztes Jahr, als total 1500 Besucher gezählt wurden.

Photoshop über alles

Ein Renner im diesjährigen Angebot ist ohne Zweifel der 40jährige deutsche Fotokünstler Calvin Hollywood, der die Bildbearbeitung mit Photoshop fast wie eine Religion zelebriert. So doziert er am Sonntag an drei 45minütigen Sessions über die exzessive Bildbearbeitung mit Photoshop. Mithilfe seiner fünf Angestellten und einem Model, dem 50jährigen ehemaligen Fitness-Bodybuilder und heutigen Personal Trainer Andreas Trienbacher, demonstriert er ein Liveshooting mit einer Studioblitzanlage. Das Publikum hängt offensichtlich an den Lippen des Photoshop-Gurus, obwohl viele unter ihnen vermutlich mit Bildbearbeitung auf dieser professionellen Stufe nichts am Hut haben. Calvin Hollywood gesteht denn auch im persönlichen Talk, dass es schon vorkommen kann, dass er für die Bearbeitung seiner Fotos das Zehnfache an Zeit aufwendet, die er fürs Fotografieren investiert.

Weniger euphorisch sind die rund 30 bis 40 Anbieter der Fotoflohmarkt-Artikel an den 50 Tischen. So bestätigt René Trösch von Trösch Film Foto Versand aus Winterthur, dass Nachfrage und Verkauf noch nie so schwach waren wie dieses Jahr. Er überlege sich, ob er nächstes Jahr nochmals dabei sein werde.

Die Preise sind stark gesunken

Das Angebot an Occasionsartikeln von fast 100jährigen Laufbodenkameras über Super8-Filmkameras und analogen Spiegelreflexkameras, dazugehörigen Objektiven bis zu den ersten Digitalkameras ist riesig und fast unüberschaubar. Kommt dazu, dass die Preise in den letzten Jahren wegen der geringeren Nachfrage um rund die Hälfte gesunken sind, sagt etwa Hansruedi Wolf, der mit seinem Angebot aus Olten angereist ist. Er beginnt bereits vor 16 Uhr mit dem Abräumen seiner vielen Artikel.

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