WEINFELDEN: Ein gutes Jahr für die Badi

In zwei Wochen schliesst das Freibad seine Türen bis zum kommenden Frühsommer. Chef-Badmeister David Strupler blickt auf eine unfallfreie Saison mit vielen Gästen zurück. Selber tritt er nun kürzer.

Mario Testa
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Der Weinfelder Chef-Badmeister David Strupler arbeitet künftig noch in einem Teilpensum für die Gemeinde. (Bild: Mario Testa)

Der Weinfelder Chef-Badmeister David Strupler arbeitet künftig noch in einem Teilpensum für die Gemeinde. (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

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@thurgauerzeitung.ch

Vorläufig war’s das wohl mit dem Planschen und Sünnele in der Badi. Zumindest am kommenden kalten Wochenende wird sich wohl auch kein Hartgesottener ins kühle Nass wagen. Ganz zu Ende geht die Badisaison dann in zweieinhalb Wochen, am 16. September, am Vortag des Eidgenössischen Bettags.

Chef-Badmeister David Strup­ler zieht über die bisherige Sommersaison – seine dritte in dieser Funktion – eine sehr gute Bilanz. «Wir hatten keinen einzigen Unfall, das ist mir am allerwichtigsten. Dazu waren auch die Besucherzahlen im Sommer sehr gut», sagt Strupler. Es werde schlussendlich wohl kein Rekordsommer, aber die Zahlen lägen nicht weit weg davon. Ebenfalls sehr gut etabliert habe sich in seinem ersten Jahr das Team des ­Badibeizlis von der SCW Gastro GmbH. Was die Bilanz trübt, sei einzig, dass es mit den Nachtschwimmen nicht geklappt habe, wie gewünscht (siehe Kasten).

Neue Aufteilung des Pensums für den Chef

Im Frühling hatte David Strupler seine Kündigung als Badmeister eingereicht, doch in der Zwischenzeit hat sich einiges geändert, er arbeitet weiter. «Ich hatte gekündigt, weil ich mit meinem Nebenerwerb mehr zu tun bekommen habe als erhofft», erklärt Strupler. Der passionierte Thai-Boxer hat in Weinfelden eine Kampfsportschule eröffnet und bietet in seiner Sportakademie auch Krafttrainings sowie Saisonvorbereitungen für ambitionierte Sportler an. «Das Geschäft ist sehr schnell gewachsen, deshalb brauchte ich mehr Zeit. Alles zu managen nebst einem Vollzeitjob lag nicht drin.»

Die Suche nach einem Nachfolger für Strupler gestaltete sich dann nicht so einfach, wie Gemeindeschreiber Reto Marty sagt: «Es gab einige Bewerbungen, aber optimal gepasst hat keine. Im Gespräch mit David Strupler hat sich dann herauskristallisiert, dass er im Teilpensum gerne seinen angestammten Job behalten würde.» Zum Schluss habe man sich auf ein neues Anstellungsverhältnis von 60 Prozent geeinigt und sei jetzt auf der Suche nach einem weiteren Badmeister für etwa 50 Stellenprozente. Die neue Verteilung der Stellenprozente erlaube es nun auch, die Abläufe in der Badi zu optimieren. So sei es beispielsweise nicht optimal, dass David Strupler mit seinem Chefsalär auch Reinigungsarbeiten in den Badis durchführen müsse. «Wir sind mit Struplers Arbeit sehr zufrieden. Es war nicht einfach, in Jürg Meiers Fussstapfen zu treten, er hat diesen Job so lange gemacht», sagt Marty. Der Gemeindeschreiber betont, dass bei allen Entscheidungen über den Badmeister im Gemeinderat Walter Strupler den Sitzungsraum verlassen habe und in den Ausstand getreten sei.