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WEINFELDEN: Ein frisches Duo

An der Budgetversammlung vom Montagabend haben die Stimmberechtigten der evangelischen Kirchgemeinde einen neuen Präsidenten und einen neuen Pfleger gewählt.
Mario Testa
Helmut Wiegisser, der scheidende Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Weinfelden, lauscht an der Versammlung der Vorstellung des neuen Pflegers Felix Romann und des neuen Präsidenten Thomas Siegfried (Mikrofon). (Bild: Mario Testa)

Helmut Wiegisser, der scheidende Präsident der Evangelischen Kirchgemeinde Weinfelden, lauscht an der Versammlung der Vorstellung des neuen Pflegers Felix Romann und des neuen Präsidenten Thomas Siegfried (Mikrofon). (Bild: Mario Testa)

Mario Testa

mario.testa

@thurgauerzeitung.ch

Trotz spannender Traktanden, das Interesse an der Budgetversammlung der evangelischen Kirchgemeinde Weinfelden war bescheiden. Nur gerade 101 der gut 3500 Stimmberechtigten fanden am Montagabend den Weg ins Kirchgemeindehaus. Einleitende Worte sprach Pfarrer David Bühler. «Eine Kirchgemeindeversammlung bedeutet immer auch, Weichen zu stellen», sagt er und betont, dass es zwar jeden Einzelnen brauche für ein gutes Gelingen, «aber es steht und fällt nicht alles mit einer Person.»

Helmut Wiegisser leitet in seiner letzten Versammlung als Präsident zügig durch die Geschäfte. Er zieht die Wahlen vor, um dem Urnenoffizianten genug Zeit zum Auszählen der Stimmen zu geben und die Versammlung nicht unnötig in die Länge zu ziehen. Für alle frei werdenden Mandate konnte die Vorsteherschaft im Vorfeld der Versammlung Kandidierende finden: Thomas Siegfried als Präsident, Felix Romann als Kirchenpfleger und Vorstandsmitglied. Dazu stellten sich auch fünf Kandidierende – drei bisherige und zwei neue – für die fünf Sitze in der Synode der evangelischen Landeskirche Thurgau zur Verfügung.

Glanzresultat für den neuen Pfleger

Die Stimmberechtigten sprechen allen Kandidierenden ihr Vertrauen aus. Mit einem Glanzresultat von 101 Stimmen wird Felix Romann zum neuen Pfleger und mit gleich vielen Stimmen auch in den Kirchenvorstand gewählt. «Herausforderungen der Zukunft werden für uns die Austritte aus der Kirchgemeinde und eventuell die Debatte über den Ausschluss Juristischer Personen als Kirchensteuerzahler sein», sagt Romann bei der kurzen Vorstellung vor der Wahl. «Mir sind gesunde Finanzen unserer Kirchgemeinde wichtig, hinter all unseren Angeboten stehen auch immer ein paar Fränkli. Der Umgang mit Zahlen ist zudem meine Begabung.»

Etwas weniger Stimmen als der neue Pfleger erhält Thomas Siegfried als neuer Präsident. Auf 90 Wahlzetteln steht sein Name, zehn werden leer eingelegt. Trotzdem nimmt er die Wahl gerne an. «Für mich ist das ein sehr gutes Resultat. Man kennt mich gut, auch meine Ausrichtung – und da ist es klar, dass man nicht allen passt», sagt er auf Nachfrage. Seine Motivation und Eignung als Präsident zu kandidieren, beschreibt Siegfried bei der kurzen Vorstellung folgendermassen: «Als ich hörte, dass das Amt frei wird, habe ich gedacht, ich würde das sehr gerne machen. Ich bin schon sehr lange in der Kirchgemeinde mit dabei. Das Präsidium entspricht auch meinen Fähigkeiten», sagt der 57-Jährige, der als Leiter des Hauptbereichs Finanzen im Ekkharthof in Lengwil arbeitet. Siegfried und Romann werden ihre Ämter am 1. Juni antreten.

Schweigeminute für den verstorbenen Pfarrer

Mit einer Schweigeminute gedenken die Anwesenden nach den Wahlen an der Versammlung ihrem langjährigen, kürzlich verstorbenen Pfarrer Johannes Bodmer. Helmut Wiegisser informiert anschliessend über den gesundheitlich bedingten Rücktritt von Katrin Nicotera aus der Vorsteherschaft. «Eine Findungskommission ist auf der Suche nach Kandidierenden für dieses Mandat im Ressort Senioren.»

Zum Schluss spricht Wiegisser auch über den Abschluss des Rechtsstreits mit dem ehemaligen Mesmer Christian Stern. «Das Verfahren ist aus unserer Sicht erfolgreich abgeschlossen worden, auch wenn wir eine Einigung bevorzugt hätten», sagt Wiegisser. «Das Urteil hat aber gezeigt, dass wir etwas falsch gemacht haben. Wir müssen Anstellungsverträge nach öffentlichem Recht und nicht nach dem Obligationenrecht abschliessen. Wir müssen unser Reglement also anpassen.»

Die Kirchgemeinde ist Schuldenfrei

An der Versammlung vom Montagabend haben die Stimmbürger der evangelischen Kirchgemeinde den Steuerfuss von 16 auf 15 Prozent reduziert. Trotz der Senkung rechnet die Kirchenvorsteherschaft auch für das neue Jahr mit einem Gewinn. Im letztmals von Kirchenpfleger Eugen Schmitter präsentierten Budget stehen Einnahmen von 2,048 Millionen Ausgaben von 2,043 Millionen gegenüber. Daraus resultiert ein budgetierter Gewinn von knapp 5000 Franken. Die Kirchgemeinde ist schuldenfrei und verfügt über ein Eigenkapital von rund 1,8 Millionen Franken. (mte)

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