WEINFELDEN: Die Unterführung ist im Anflug

Während der Vollsperrung der Eisenbahnstrecke nach Frauenfeld bekommt der Bahnhof seine zweite Personenunterführung. Wenn am 7. August die Züge wieder fahren, muss das Bauwerk fertig sein.

Mario Testa
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Auf der Schützenstrasse hebt der Kran ein Betonelement vom Tieflader. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs ist Kranführer Peter Häfliger mit dem grössten Pneukran im Fuhrpark der Firma Fanger mit der gleichen Arbeit beschäftigt. (Bild: Mario Testa)

Auf der Schützenstrasse hebt der Kran ein Betonelement vom Tieflader. Auf der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs ist Kranführer Peter Häfliger mit dem grössten Pneukran im Fuhrpark der Firma Fanger mit der gleichen Arbeit beschäftigt. (Bild: Mario Testa)

Eine riesige Maschine steht auf dem Bahnhofparkplatz – und sie gehört ausnahmsweise nicht zum Lunapark an der Wega. Es ist einer der fünf grössten Pneukräne der Schweiz. «Der Kran hat eine Zugkraft von bis zu 500 Tonnen», sagt Kranführer Peter Häfliger nicht ohne Stolz. «Mit der jetzigen Konfiguration, 165 Tonnen Gegengewicht und dem 40-Meter-Ausleger, können wir immer noch 40 Tonnen anheben.» Am Mittwoch stand Häfliger mit seinem Ungetüm im Dauereinsatz. Über 20 Betonelemente für die neue Personenunterführung hievte er von den Tiefladern auf den Platz. Dort warten sie nun darauf, an ihren Bestimmungsort gehoben zu werden. «Mit Beginn der Vollsperrung der Eisenbahnstrecke in der Nacht auf Samstag beginnen die Aushubarbeiten. Die Schienen und Kabel werden entfernt und am Montag sollte dann alles bereit sein für den Einbau der Unterführung», sagt Häfliger.

Mit zwei Kränen von beiden Seiten des Bahnhofs

Häfliger ist jedoch nicht der einzige Kranführer, der ab Montag wieder im Einsatz stehen wird in Weinfelden. Auch auf der Schützenstrasse steht ein grosser Kran, der von der gegenüberliegenden Seite des Bahnhofs die in Giswil vorgefertigten Betonelemente in die Baugrube einsetzen wird. Insgesamt werden die beiden Kräne Betonelemente von über 1000 Tonnen in die neue Unterführung hieven. «Das schwerste Teil kommt dann am Donnerstag, es wiegt etwa 67 Tonnen. Um es anzuheben, müssen wir den Ausleger am Kran wieder abmontieren, sonst wär’s zu schwer», sagt Peter Häfliger. Nebst den beiden Kranführern werden noch rund 30 weitere Mitarbeiter der Firma Fanger für die Installation der Unterführung vor Ort sein, Monteure, Abdichter und weitere.
Feiern am 1. August liegt für sie alle dieses Jahr nicht drin. «Wir arbeiten auch am 1. August, müssen die Zeit während der Vollsperrung der Strecke ausnützen», sagt Häfliger.