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WEINFELDEN: Die Schweiz auf Italienisch

Das italienische Duo Pelati Delicati hat im Pfarreizenturm ein unterhaltsames Programm gezeigt.
Rudolf Steiner
Die Pelati Delicati: Basso Salerno und Andrea Bettini. (Bild: Rudolf Steiner)

Die Pelati Delicati: Basso Salerno und Andrea Bettini. (Bild: Rudolf Steiner)

Die beiden Italiener kennen Weinfelden bereits bestens. Als Duo Pelati Delicati traten Primo Basso Salerno und Secondo Andrea Bettini vor zwei Jahren mit grossem Erfolg im Pfarreiheim in Weinfelden auf. Der Italienerverein A.E.S. Azzurri lud sie nach der erfolgreichen Premiere erneut ein zum Unterhaltungsabend.

Standen die beiden Komiker vor zwei Jahren am falschen Auftrittsort – sie warteten vor dem evangelischen statt dem katholischen Pfarreiheim –, verfehlten sie dieses Mal den Eingang. Denn während der Begrüssung der 160 Besucher durch Vereinspräsident Franco Storniolo klopfte es wie wild an die Eingangstüre des Vorgartens. Nach kurzer Verwirrung öffnete ein Gast die Türe für die draussen im Regen wartenden «Besucher», die darauf unter lautem Lachen knatternd mit ihrer roten, fast 30 Jahre alten Vespa in den Saal fuhren und eine erste Duftmarke hinterliessen.

Das war der fulminante temperamentvolle Start in ihre zweistündige musikalische «Grand Tour de Suisse», über die Hohle Gasse, das Hotel Tell ins Herz der Schweiz, aufs Rütli, das zu ihrer Überraschung allerdings nicht mit der Vespa, sondern nur zu Fuss erreichbar ist.

Schweizer Eigenheiten aufs Korn genommen

Das war nicht die einzige schweizerische Besonderheit, die den beiden Südländern – hingerissen zwischen italienischem Lebensgefühl und der schweizerischen Reserviertheit – komisch vorkam. Bissig, doppelbödig, aber immer liebevoll persiflierten sie die typisch schweizerischen Verhaltensweisen wie Ordnungssinn, Obrigkeitsgläubigkeit und Fremdenangst. Unter frenetischem Beifall für ihren Crashkurs verteilten sie am Schluss von Svissenesse Schweizerbrillen ans Publikum. Gemeinsam und friedlich vereint sangen Schweizer und Italiener zur Melodie von Verdis «Gefangenenchor» die neue Schweizer Nationalhymne.

Rudolf Steiner

weinfelden

@thurgauerzeitung.ch

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