WEINFELDEN: Die Netzwerkerin

Seit einem Monat wirkt die Anlaufstelle für Altersfragen. Bernadette Götsch hat sich noch nicht überrennen lassen. Sie nutzt die Zeit trotzdem sinnvoll: mit dem Knüpfen von Kontakten.

Esther Simon
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Stellenleiterin Bernadette Götsch in der Anlaufstelle für Altersfragen in den Räumen der Pro Senectute an der Rathausstrasse 37 in Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Stellenleiterin Bernadette Götsch in der Anlaufstelle für Altersfragen in den Räumen der Pro Senectute an der Rathausstrasse 37 in Weinfelden. (Bild: Reto Martin)

Was für eine sinnvolle Arbeit: Bernadette Götsch beantwortet Fragen von älteren Einwohnerinnen und Einwohnern zur Bewältigung des Alltags, zu Entlastungsmöglichkeiten, zur Betreuung und Pflege. Das steht in ihrem Pflichtenheft als Leiterin der Anlaufstelle für Altersfragen in den Räumen von Pro Senectute an der Rathausstrasse 37. Allerdings: Seit Eröffnung der Anlaufstelle vor einem Monat haben noch nicht sehr viele Einwohner von dieser Möglichkeit Gebrauch gemacht. Für Bernadette Götsch kein Problem: «Ich bin nicht enttäuscht. Ich sehe das realistisch. Vielleicht müssen noch kleinere Hemmschwellen abgebaut werden, und die Stelle muss wohl noch bekannter gemacht werden, obwohl das Seniorennetz grossartig geworben hat.»

Ein erfreulicher Austausch

Die Stelle noch bekannter machen: Das ist zunächst das Hauptziel von Bernadette Götsch. Deshalb hat sie ausserhalb der Öffnungszeiten der Anlaufstelle bereits mehrere Institutionen im Dorf besucht und sich persönlich vorgestellt. «Der Austausch war überall sehr erfreulich. Die Verantwortlichen in den Institutionen freuen sich sehr, dass es diese Anlaufstelle gibt, sie betonten auch immer deren Notwendigkeit.» Bernadette Götschs Botschaft an die Öffentlichkeit lautet: «Es gibt diese Stelle, und man kann sie nutzen. Man muss nicht zuerst ein Problem haben, bevor man auf die Stelle kommt. Und keiner soll die Stelle verlassen, ohne dass er irgendetwas mit auf den Weg bekommt.» Ein paar Fragen, die Besucher persönlich, am Telefon oder per Mail vortrugen, hat Bernadette Götsch doch schon beantworten können: etwa zur Freiwilligenarbeit, zu Heimen und Wohnformen und zum Notrufknopf.

Esther Simon

esther.simon@thurgauerzeitung.ch

Kontakt/Öffnungszeiten

bernadette.goetsch@weinfelden.ch, 071 622 10 62, Montag, Dienstag und Donnerstag 8.30 bis 11.30 und 13.30 bis 16.30 Uhr.